{Diskussion} Stoffeinkauf: Online vs. Offline

Eine zeitlang hortete ich Berge von Stoff. Stoff einkaufen machte einfach zu viel Spaß. Hier und da mal ein Stoffmarkt, dann spontan in den Stoffladen und beim online Stöbern war die Bestellung ja auch ganz schnell gemacht. Leider häuften sich so mit der Zeit auch die Fehlkäufe an.
Seit etwa einem Jahr hält sich diese Sammelwut in Grenzen. Ich gehe gezielter und bewusster Stoff kaufen. Projektbezogen meistens, ein sogenanntes „Streichelstöffchen“, dass nur im Einkaufskorb landet, weil es schön ist, gönne ich mir nur noch sehr selten. Seit letztem Herbst kaufe ich am liebsten vor Ort im Stoffladen, aber von den vielen schönen Onlineshops kann ich trotzdem selten die Finger lassen. Doch was macht jetzt mehr Spaß? Was ist sinnvoller? Online vs. Offline?

Stoffeinkauf: Online vs. Offline

Warum ich gerne online kaufe

Meine größten Fehler machte ich zugegebenermaßen auf dem Stoffmarkt (dem ich demnächst noch einen eigenen Beitrag widmen werde) und – wie vermutlich viele von euch: online. Entweder ist der Stoff viel dünner als erwartet, hat eine ganz andere Farbe oder hat einfach eine schreckliche Qualität. Der Nachteil liegt eindeutig auf der Hand: Man kann den Stoff nicht anfassen. Dazu kommt, dass manche Farben schwer zu fotografieren sind und diese sowieso auf jedem Bildschirm anders dargestellt werden. Trotzdem kaufe ich gerne online. Es ist einfach bequem. Ich kann auf dem Sofa sitzen und nebenbei Kaffee trinken. Dabei kann ich die Preise verschiedener Shops vergleichen und komme manchmal mit Versand günstiger, als wenn ich in den Laden gehen würde. Die Tage bis zur Lieferung sind auch kein Problem, da ich meist eh nicht sofort Zeit zum Vernähen habe.
Und wenn man auf ein paar bestimmte Dinge achtet, wird die Fehlkauf-Wahrscheinlichkeit auf jeden Fall verringert. Kira von TheCouture hat passend dazu einen Beitrag geschrieben, den ich euch ans Herz legen möchte: 10 Tipps zum Stoffe kaufen im Internet.

Stoffeinkauf: Online vs. Offline

Warum ich gerne offline kaufe

Wie oben schon erwähnt, kaufe ich seit einer Weile am liebsten im Stoffladen vor Ort. Ich habe bei der Materialsuche für meine Lederjacke einfach gute Erfahrungen dort gemacht. Es ist zu schön, dort zwischen all den Stoffballen zu stehen, kleine Schätze und Neuheiten zu entdecken und dabei mit den Inhabern zu plaudern und sich beraten zu lassen. Man kann Stoffe, die kombiniert werden sollen, direkt aneinanderhalten, genau wie Reißverschlüsse, Schrägbänder und Co. Da findet man garantiert sie richtige Farbe. Ab und zu kommt man auch mit anderen Kunden ins Gespräch und nimmt so noch gleich eine neue Idee mit nach Hause.
Außerdem kann ich mich hier immer zweimal freuen. Einmal beim Bezahlen und zuhause beim Auspacken dann noch einmal 😀

Stoffeinkauf: Online vs. Offline

Online vs. Offline

Wenn ich mich für eines entscheiden müsste, würde ich den Stoffladen wählen. Trotzdem sind die Vorteile des Onlinekaufens nicht zu verachten.
Der größte Nachteil des Stoffladens sind nämlich eindeutig seine Öffnungszeiten (er macht sogar über mittag für 2 Stunden zu), aber dafür ist die Atmosphäre unschlagbar. Wenn gerade Wochenende ist oder die Faulheit siegt, lasse ich gern liefern 😉 Hauptsächlich und am liebsten stöbere und bestelle ich übrigens bei Buttinette und bei Stoff und Stil.
Online vs. Offline. Beides hat für mich seine eigenen Vorteile. Deshalb passt mir mal das eine, mal das andere besser.

Stoffeinkauf: Online vs. Offline

Hast du da eine Vorliebe? Was würdest du wählen, wenn du dich nur für eins entscheiden könntest?
Und wenn ich mal wieder am Stöbern bin: In welchem Onlineshop sollte ich mal vorbeischauen?

Stoffeinkauf: Online vs. Offline

Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Katha,

    ich würde den Stoffladen vor Ort auch bevorzugen, zu mal wir einige davon hier haben. Hier habe ich leider aber auch schon einige Fehlkäufe gemacht, das lag aber an der nicht vorhandenen Beratung 😉 passiert.

    Weniger ist mehr ist ein gutes Motto, ich kaufe jetzt auch nur noch, was ich brauche. Vor allem früher habe ich Stoffe einfach so geshoppt. Jetzt liegen sie zum Teil herum..ist doch echt schade.

    Toller Beitrag!

    Viele Grüße,
    Ramona

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    • Oh, gleich mehrere Stoffläden klingt super.
      Ich hab hier nur einen in der Nähe, aber der ist zum Glück wirklich gut sortiert.

      Liebe Grüße!

      Antworten

  2. Ich nehme den Stoffladen, wann immer ich kann. Die Öffnungszeiten sind für mich nicht der Nachteil, sondern die leider sehr geringe Auswahl 🙁 wenn man etwas Bestimmtes sucht, guckt man meistens in die Röhre. Deshalb muss ich öfter online bestellen, als mir lieb ist …
    Prima finde ich den Stoffmarkt, da ist die Auswahl halt größer, aber blöderweise ist der nur zweimal im Jahr und sucht sich dafür fast immer die Wochenenden aus, an denen ich nicht da bin. Hmpf!

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    • Hm, okay, bei meinem Stoffladen habe ich eine recht große Auswahl wie ich finde. Zumindest, was die Stoffarten angeht. Manchmal haben sie dann nicht meine Farben, aber soweit es möglich ist, bestellen sie dann alles nach.

      Stoffmarkt finde ich zum Stöbern auch ganz nett, schaff ich mittlerweile aber auch nur noch einmal im Jahr. Darauf kann ich nicht warten 😉

      Liebe Grüße!

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  3. Dem Stoffmarkt habe ich total abgeschworen. Viele billige Stände mit entsprechend minderwertiger Qualität, die wenigen guten sind völlig überlagert, sodass man kaum etwas sehen kann.
    Online finde ich perfekt, wenn man zum Beispiel die Qualität kennt (Standardjersey zum Beispiel kann man dann ja in der jeweiligen Farbe ordern, wenn man den vom jeweiligen Shop schon kennt, oder Denim oder so) oder Zeug braucht, dass es im Laden so nicht gibt. Das Angebot ist oft einfach besser, ich fahre häufig zuerst zu den Stoffläden, finde dort aber nicht was ich suche, und schaue dann online.
    Trotzdem fahre ich immer zuerst in die Stoffläden, denn das Anfassen – Können schlägt einfach alles. Letztens hab ich den Stoff&Stil in Dortmund besucht, das war der Hammer! Da ist dann auch einiges mehr mitgekommen, ich kaufe ja schon immer nur projektbezogen und habe keinen wirklichen Vorrat, aber für die nächsten zwei Monate sind die Projekte gesichert. Und dann muss ich wohl wieder losziehen 😀
    Liebe Grüße, interessantes Thema hast du ausgewählt!

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    • Zum Stoffmarkt will ich ja noch einen eigenen Beitrag schreiben, darüber kann man sich ja echt lang auslassen 😀
      Vor allem, weil ich jedes Mal auch andere Erfahrungen mache.

      Ja stimmt, wenn man die Stoffe schon kennt und nur „nachbestellt“ quasi, ist online echt gut und einfach.
      Aber das „Anfassen“-Argument finde ich auch unschlagbar! Ich möchte auch so gerne mal zu Stoff&Stil! Hab mich bei einigen Sachen online einfach nicht getraut bisher, hätte die sooo gern mal in der Hand…

      Und davon, dass du NUR projektbezogen kaufst, war ich schon immer total beeindruckt! Das würde ich auch gern können, manchmal verfalle ich da noch in alte Muster… 😀

      Liebe Grüße!

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  4. Wenn man keine Uni-Stoff sucht, sondern Muster abseits von Streifen-Karos-Blümchen, ist Online-Shopping das Mittel der Wahl … es wird inzwischen zwar deutlich besser, aber Muster beschränken sich doch meist auf Kinderstoffe. „Erwachsene“, ausgefallene Muster bekomme ich fast nur im Netz.

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    • Da hast du Recht, die Auswahl an Kinderstoffen ist gefühlt größer. Zu ausgefallenen Mustern kann ich leider gar nichts sagen, da ich eher auf schlichte Stoffe stehe. 🙂

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