{Diskussion} Warum ich (fast) nur noch für mich nähe

Jeder Mensch, der eine Nähmaschine besitzt, hat wahrscheinlich auch diese eine Art von Freunden. Freunde, die dann sagen: „Ach, du nähst? Könntest du mir meine Hosen kürzen? Könntest du mir nen neuen Sofabezug nähen? Oh, dein Pulli ist selbstgenäht? Kannst du mir auch so einen machen?“
Ein klein bisschen Stolz fühlt man dabei natürlich. Du kannst etwas, das andere nicht können und sie bitten dich um Hilfe. Guten Freunden und der Familie tut man den einen oder anderen Gefallen natürlich auch sehr gern. Trotzdem habe ich irgendwann den Entschluss gefasst, das nur noch im Ausnahmefall zu tun. Und hauptsächlich für mich zu nähen. Nur für mich.

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{Diskussion} Was ist ein Freebook und wie viel ist es wert?

Im August 2016 habe ich zu einer kleinen Diskussion angeregt und erklärt, wie ich mich zum Kauf eines neuen E-Books entscheide, also welche Kriterien für mich ein gutes E-Book ausmachen.
Aber wie ist das eigentlich mit den sogenannten Freebooks? Delaris Gegenüberstellung von Freebook und Kaufschnitt  hat mich dazu inspiriert, auch mal ein genaueren Blick auf die Gratis-Dateien zu werfen.

Freebook

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{Diskussion} Warum du mit dem Nähen anfangen solltest

Als ich mir 2011 als Studentin meine erste eigene Nähmaschine wünschte, erntete ich von meinem damaligen Freund nur verständnislose Blicke: Nähen?! Das klingt so häuslich, geradezu hausmütterlich…total altbacken. Trotzdem erfüllte er mir meinen Geburtstagswunsch. Und ich bin diesem Handwerk seitdem absolut verfallen! Gerade entstehen hier wieder ein paar schöne Dinge, die ich dann nach und nach auf dem Blog zeigen möchte. Dafür brauch ich aber noch ein bisschen Zeit.
Deshalb erzähle ich dir heute, warum ich finde, dass auch DU unbedingt mit dem Nähen anfangen solltest!

Mit dem Nähen anfangen

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{Diskussion} Stoffeinkauf: Online vs. Offline

Eine zeitlang hortete ich Berge von Stoff. Stoff einkaufen machte einfach zu viel Spaß. Hier und da mal ein Stoffmarkt, dann spontan in den Stoffladen und beim online Stöbern war die Bestellung ja auch ganz schnell gemacht. Leider häuften sich so mit der Zeit auch die Fehlkäufe an.
Seit etwa einem Jahr hält sich diese Sammelwut in Grenzen. Ich gehe gezielter und bewusster Stoff kaufen. Projektbezogen meistens, ein sogenanntes „Streichelstöffchen“, dass nur im Einkaufskorb landet, weil es schön ist, gönne ich mir nur noch sehr selten. Seit letztem Herbst kaufe ich am liebsten vor Ort im Stoffladen, aber von den vielen schönen Onlineshops kann ich trotzdem selten die Finger lassen. Doch was macht jetzt mehr Spaß? Was ist sinnvoller? Online vs. Offline?

Stoffeinkauf: Online vs. Offline

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{Diskussion} E-Books – Was ich davon halte und wie ich mich durch den übersättigten Markt wühle.

Anfang des Jahres startete ich eine neue Kategorie auf dem Blog. Die Diskussion. Der erste Beitrag drehte sich im Januar um das Thema Individualität beim (Näh-)Bloggen. Seitdem schwirren mir viele Themen durch den Kopf. Schnittmuster, Stoffqualitäten, Nähgewohnheiten, Hobby vs. Beruf, Blogger-Näh-Freundschaften, allgemein die Nähbloggercommunity, Kommentare schreiben, Blogfaul werden… Über all das würde ich gerne schreiben. Irgendwann. Wenn ich den roten Faden finde, den ich bei solchen Beträgen sehr wichtig finde.

Mit einer Sache habe ich mich in letzter Zeit wieder sehr intensiv beschäftigt.

Deshalb Thema heute: E-Books. Schnittmuster inkl. Anleitung für Kleidungsstücke.

Meine Klamotten-Näh-Karriere begann etwa 2011 mit Burda-Schnitten. Ich kaufte damals einfach die aktuelle Zeitschrift und wählte ein paar Schnittmuster aus, die ich abzeichnete und ein paar Kleidungsstücke zum Üben nähte. Viele davon sind nie auf dem Blog, geschweige denn im Schrank gelandet.
Ich wusste, dass man im Stoffladen auch einzelne Schnittmuster kaufen konnte, das war mir als Student aber immer zu teuer. In der Burda habe ich für knapp zehn Euro ja über ein Dutzend Schnittmuster bekommen und nicht nur ein einziges. Von E-Books hatte ich zu der Zeit noch keine Ahnung.

Mein erstes E-Book
Erst als ich eine Weile später mit dem Bloggen begann, stieß ich immer öfter auf die digitalen und sofort verfügbaren Schnittmuster inklusive sehr ausführlicher Fotoanleitung. Bis ich mich dann aber traute, ein sogenanntes „E-Book“ zu kaufen, vergingen noch ein paar Monate voller Recherchen und Vergleiche. Dann entschied ich mich für die „Martha“ von Milchmonster. Das ist jetzt etwa zweieinhalb Jahre her, ich bereue diesen Kauf bis heute keine Sekunde und habe schon viele viele Modelle nach diesem Schnitt genäht. Auch wenn ich den Schritt nach und nach an meine Bedürfnisse angepasst habe.

marthaneu

Drei Marthas aus dem letzten Herbst

Was können sie eigentlich – die E-Books?
Ein E-Book bietet für mich auf den ersten Blick einige Vorteile gegenüber einem Papierschnitt.
1. Ich kann es online kaufen, auch mitten in der Nacht, und sofort ausdrucken und zusammenkleben. Um ein Papierschnitt zu bekommen, muss ich entweder in die Stadt fahren oder ein paar Tage Postversand mit einkalkulieren.
2. Ich kann die Datei mehrmals runterladen und theoretisch immer wieder neu ausdrucken, falls ich das Schnittmuster verlege, aus Versehen kaputt mache oder ähnliches. Kleben und ausschneiden sind für mich im Vergleich (obwohl ich es auch unten als Nachteil aufgelistet habe) nicht so ätzend wie das Kopieren eines Schnitts.
3. Viele E-Books gibt es zum unschlagbar günstigen Preis, ich habe bisher Preise zwischen 2,00 Euro und 7,90 Euro bezahlt.
4. Ich kann bei Anbietern aus aller Welt bestellen, ohne dass sich Versandpreise erhöhen oder Lieferzeiten verlängern.

Ja, und die Nachteile?
1. Das Ausdrucken und Zusammenkleben nervt schon ein bisschen, besonders bei größeren Schnittteilen. Ich mach das immer in Ruhe vor dem Fernseher auf dem Wohnzimmerboden. Aber wenn man nicht viel Platz, Zeit oder Muße dazu hat, ist der Nachteil nicht zu verachten…
2. Damit hängt zusammen: Unabdinglich sind ein Drucker, Papier, Schere und Kleber. Wenn gerade die Druckerpatronen leer ist oder die Schere unauffindbar, kann ich nicht loslegen. (Obwohl man ja auch zum Kopieren von Papierschnitten bestimmte Hilfsmittel braucht. Ist also so gesehen, nicht wirklich ein Nachteil es E-Books…oder?)

Raglankleid "Toni" von Milchmonster

Raglankleid „Toni“ von Milchmonster

Und worin sehe ich jetzt das Problem?
Wenn ich mir diese Auflistung so anschaue, überwiegen die Vorteile doch stark. Aber wenn ich nicht trotzdem irgendwo einen Haken sehe, hätte ich diesem Thema keinen Diskussionsraum gegeben. Das Problem liegt meiner Meinung nach darin, dass der E-Book-Markt völlig übersättigt und unüberschaubar ist. Ich habe gerade aus reiner Neugier mal das Wort „E-Book“ in die DaWanda-Suche eingegeben: 18513 Ergebnisse! Makerist hat auch über 3000 Nähanleitungen auf der Liste.
Es gibt mittlerweile viele Menschen, die E-Books veröffentlichen, die viel zu wenig durchdacht und auf keiner guten Grundlage entstanden sind. Ich bin da leider schon selbst auf ein paar reingefallen: Da ist die Kapuze viel zu groß und schwer für den Rest der Jacke, die Hose ist vorne und hinten symmetrisch aufgebaut, sodass sie am Po überhaupt nicht passt, Teilungen oder Abnäher sitzen an unvorteilhaften Stellen oder die Schnitte fallen mehr als eine Größe kleiner/größer aus als normal. Manchmal fehlen Maßtabellen, Materialempfehlungen oder die Angabe, ob die Nahtzugabe im Schnitt enthalten ist.
Ganz ehrlich: Sowas ist enttäuschend und frustriert. Besonders als Anfänger, da merkte ich auch nicht gleich, dass ich nicht ICH das Problem an der Sache war… Ich saß mehr als einmal vor einem fertigen Kleidungsstück, was direkt danach mitsamt des Schnittmusters in die Tonne wanderte.
Warum ist das so?
Ich vermute, weil es nach außen hin so einfach scheint, ein E-Book zu erstellen und damit Geld zu verdienen. Man braucht kaum Ressourcen und keinen Lagerplatz. Überspitzt gesagt, braucht man eine Idee (muss nicht mal komplett auf dem eigenen Mist gewachsen sein, das Rad kann man ja auch nicht neu erfinden), zeichnet frei Hand ein Schnittmuster, näht sich dann ein paar Probeexemplare und schreibt dann alles schön ordentlich in ein pdf-Dokument. Paar Fotos dazu, fertig! Kann eigentlich jeder, oder?
Nein. Eben nicht. Und das stört mich so!
Es gibt Berufe, die nennen sich z.B. Maßschneider, Schnitt- und Fertigungsdirektrice oder Modedesigner. In Ausbildung und Studium lernt man dort, wie das alles funktioniert mit so einem Schnittmuster, wann es gut sitzt, wie man es anpasst und wie man verschiedene Größen erstellt. PunktDas lass ich jetzt mal so stehen. Ich hab da nämlich auch nicht wirklich Ahnung und will hier kein gefährliches Halbwissen verbreiten. 😉

Meine erste "Ginger" von Closet Case Patterns

Meine erste „Ginger“ von Closet Case Patterns

Die Sache ist: Der Markt vergrößert sich dadurch ständig. Es wird alles zu viel. Zu unübersichtlich. Es machte keinen Spaß mehr, sich durch tausende T-Shirts, Leggins und Kapuzenpullis zu wühlen. (Bei Kinderkleidung soll es noch schlimmer sein, hab ich mir sagen lassen. Hab dann mal kurz bei Makerist nach „Pumphose“ gesucht: Knapp 250 Treffer. Wie soll man sich da entscheiden?!)

Woher weiß ich verdammt noch mal, welches Schnittmuster gut ist? 
Mit meinem ersten Kauf damals hatte ich wohl einfach Glück: Ich habe festgestellt, dass die Schnitte von Milchmonster außergewöhnlich gut zu mir passen. Sie sitzen einfach. Ohne Anpassungen und ohne Nachmessen. Ich habe also nach und nach weitere Schnitte dort gekauft: Leggins „Beinkleid“, Kleid mit Raglanärmeln „Toni“ und Bluse „Dolores“. Das Top „Lupita“ steht noch auf der Beobachtungsliste.

Nebenbei habe ich weiter nach guten Herstellern gesucht. Dazu habe ich viel auf den Nähblogs quer gelesen, die schon seit Jahren in meinem Reader sind. Teilweise auch auf neu entdeckten, wenn mir der Stil und die Art und Weise des Nähens sympatisch war. Habe auf diesen Blogs nach Empfehlungen und auch kritischen Stimmen gesucht. So entstand für mich nach und nach eine Art „Kriterienkatalog“, der mir bei meiner Schnittmuster-Suche hilft. Das ist sicher alles andere als professionell und auf gar keinen Fall die beste und einzige Methode. Aber ich achte auf folgende Dinge:

  • Zuerst schau ich mir den Internetauftritt/Onlineshop an. Wie schaut das gesamte Angebot aus, wie sind die Fotos und die Beschreibungen der einzelnen Schnitte? Ich schaue auch gern nach „Über mich“-Seiten, sodass ich mehr über das Unternehmen und den Kopf dahinter erfahren kann. Wenn das alles komplett,rund und professionell auf mich wirkt, schaue ich weiter.
  • Dann schaue ich direkt bei dem Schnitt der mich interessiert: Gibt es VOR dem Kauf eine Maßtabelle, Stoffempfehlungen, Stoffverbrauch, Schnittvarianten u.ä. zu lesen? Je mehr ich schon vorher erfahren kann, umso mehr Enttäuschungen erspare ich mir.
  • Was ich gelernt habe: Eine technische Zeichnung zeugt von gutem Handwerk. Also achte ich da auch drauf. Und ich muss sagen, ich mag diese technischen Zeichnungen, weil sie mir den Schnitt mal komplett ohne Schnickschnack genauso zeigt, wie er ist. Wo verlaufen Nähte, wie sind die Proportionen, welche Details gibt es?
  • Dann schau ich mir die Fotos an, die dabei sind und google nach weiteren genähten Modellen. Wie fällt der Schnitt aus, wie sitzt er, wo wirft er vielleicht Falten oder wirkt unvorteilhaft?
  • Ja, und dann gibt es nur noch eins: Gucken, welche Punkte der gewünschte Schnitt erfüllt. Und dann aufs Bauchgefühl hören, ob ich ihn kaufen mag oder lieber die Finger davon lasse 😉

So bin ich z.B. auf Pattydoo gestoßen. Auch hier besitze ich mehrere Schnitte, die ich für gut befunden haben und die ich viel und gern nähe. Seit meinen Jeans-Recherchen kenne ich Closet Case Patterns. Die Jeans ist super, ich liebäugel seitdem mit dem Bikini-Schnittmuster. Auch bei Schnittchen werde ich definitiv nochmal bestellen.

Wer gerne mehr zum Thema lesen möchte, schaut mal bei Katrin, die Gedanken über das Probenähen äußert, oder bei Katharina, die zu der Martha ganz anders steht als ich. Lesenswert sind auch die Kommentare unter den beiden Posts! Viel Spaß dabei! 🙂

Und nun würde ich gerne eure Meinung wissen!
Kauft ihr gerne E-Books? Findet ihr die Suche nach Schnitten mit guter Passform auch so schwer? Was macht ihr mit Schnittmustern, die ein Reinfall waren? Welchen guten Herstellern vertraut ihr und welche würdet ihr uneingeschränkt weiterempfehlen?