{genäht} Dunkelblaue Lederjacke

Endlich ist sie fertig. Die Jacke, die ich nun schon seit einigen Wochen vor Augen hatte. Sie hat mich viel Mühe und Schweiß gekostet, besonders in den letzten Zügen sind mir doch einige Dinge passiert, auf die ich gern verzichtet hätte.
Das macht die Jacke nicht zu einer 100% perfekten Handarbeit, aber zu einem ganz persönlichen Lieblingsstück. Ich bin trotz allem stolz auf das Endergebnis, mit dem ich mir selbst bewiesen habe, dass ich es kann. Wenn ich mich nur traue.

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Angefangen hatte ja alles im Rahmen des Jackensewalong bei Elle Puls. Schon länger schwebte die Idee in meinem Kopf herum, mir selbst eine Jacke zu nähen, am liebsten aus Leder bzw. -imitat. Weil ich nie wirklich Zeit hatte, diesem Gedanken mehr Raum zu geben, blieb es bei der Idee. Bis zum Sewalong-Aufruf. Und da dachte ich: Jetzt oder nie!
Die Suche nach dem passenden Schnittmuster gestaltet sich allerdings schon recht schwierig, wenn man genau weiß, was man will. Im Endeffekt blieb ich dann bei Burda hängen. Die hatten mehrere schöne Modelle, die nah an meiner Vorstellung waren und ich entschied mich dann für eine Kurzjacke.

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Da ich beim Material ebenfalls genaue Vorstellungen hatte und mich nicht von einem Online-Einkauf überraschen lassen wollte, ging ich in den örtlichen Stoffladen und ließ mich beraten. Das war genau die richtige Entscheidung. Nach ein bisschen vergleichen und anfühlen verschiedener Kunstlederstücke war ich extrem skeptisch, ob das als Jacke gut aussieht. Bis der Besitzer plötzlich mit einem Stapel Ballen aus dem Lager kam und meinte: „Die hier sind heute erst gekommen, aber die könnten was für Sie sein!“ Und genau so war es auch. Toller Griff, nicht zu dünn und nicht zu dick und wunderhübsche Farbe.

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Schnell wurden noch passende Reißverschlüsse bestellt (ich wollte unbedingt mit Metallzähnchen, kein Kunststoff) und ein paar Druckknöpfe eingepackt. Dass ich ja auch noch einen passenden Futterstoff brauchte, vergaß ich in diesem Moment total. Das fand ich dann aber durch Zufall während eines Shoppingtrips in Hannover. Es konnte also losgehen.

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Also mit dem Probestück. Ich hatte so Respekt vor diesem Projekt, dass ich erstmal ein Probestück nähen wollte. Die Jeansjacke war durchaus geglückt, half mir aber doch dabei, bei der „richtigen“ Jacke einige Fehler zu überspringen. Ich versuchte, die Schulternaht ein wenig zu kürzen, da ich so schmale Schultern hatte und die Jeansjacke dort etwas abstand. Zudem arbeitete ich gründlich mit genauer Nahtzugabe und an den wichtigen Stellen mit Gewebeeinlage. Das genaue Arbeiten zahlte sich aus, diese Jacke sitzt am Rücken besser als die erste. Das Einsetzen der Ärmel war allerdings eine Katastrophe. Das habe ich bestimmt fünf Mal wieder aufgetrennt und es einfach nicht faltenfrei hinbekommen… 🙁

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Nun ja. Nehme ich so hin. Nächste Hürde: Die Taschen. Ich wollte unbedingt Reißverschlusstaschen. Vom Prinzip her kein Problem, hatte ich doch schon in dutzende Taschen einen Reißverschlussinnentasche genäht. Funktioniert ja genau so. Technisch war es auch kein Problem und ich finde, sie sind auch sehr ordentlich geworden. Aber: Die Taschenbeutel zeigen in die falsche Richtung. Verdammt. Und wann habe ich das gemerkt? Natürlich erst als beide Taschen komplett fertig waren.
Gut. Nach kurzem Nervenzusammenbruch kann ich da jetzt drüber lachen. Handy und Taschentücher passen trotzdem rein und schick aussehen tun sie sowieso!

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Es war ein tolles Gefühl die letzte Naht an dieser Jacke zu setzen!
Was für ein Projekt.
Mein Fazit: Ich werde jetzt zur Entspannung erstmal eine angefangene Ginger-Jeans zu Ende nähen und dann noch ein paar schlichte Jerseyshirts. Aber spätestens im neuen Jahr darf dann wieder ein neues Groß-Projekt her. Trotz der Herausforderung hat es mega viel Spaß gemacht und ich habe viel dazugelernt. Zudem ist das Endergebnis einfach zum Staunen. Ich finde, durch die metallenen Details, also die Knöpfe und die Reißverschlüsse, und das tolle Futter wirkt die Jacke sehr professionell, trotz ein paar abgerutschter Nähte am Bund. 😉

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Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl mit meiner neuen Lederjacke und wünsche mir sofort ein paar Grad mehr, damit ich sie auch noch ein paar Mal tragen kann, bevor es hier frostig wird!
Und weil ich so sehr auf diese Reißverschlüsse stehe, reiche ich diesen Beitrag auch bei #12lettersofhandmadefashion ein. Da sammeln sich nämlich im Oktober alle, die etwas mit R nähen 🙂

Danke Elke für den Anstoß und danke an alle, die mir Tipps gegeben und mich ermutigt haben!
Und natürlich danke an meinen Herzmann, der diese tollen Fotos von mir gemacht hat 😉

Ich wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende! 🙂

{genäht} Kimono Tee mit Streifen

Schon wieder ein Kimono Tee. Weil es so schnell genäht ist und durch einfach Änderungen gleich viel mehr her macht. Ab zum MMM damit.

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Diesmal habe ich nicht nur das Rückenteil geteilt, sondern auch auf gleicher Höhe das Vorderteil. Den oberen Bereich habe ich einen wunderschön gestreiften Stoff verwendet, für den unteren Bereich einen mintfarbenen. Mint ist für mich immer noch die unangefochtene Nummer Eins. Wunderschöne Farbe!

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Der Stoff ist ein Baumwolljersey, der ist relativ dick im Vergleich zu dem leichten Stoff von Kimono Tee von letzter Woche. Das Shirt ist also nichts für die heißesten Hochsommertage. Da diese hier im Norden Deutschlands ja aber eh recht begrenzt sind, trage ich es eben an all den anderen Sommertagen 🙂

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Hach, wie gern ich mir diese Fotos ansehe, auf denen meine Mallorca-Bräune so schön zur Geltung kommt! 😀 Hier nutzt man ja selten die Gelegenheit, sich mehrere Tage hintereinander stundenlang im Bikini in die Sonne zu legen. Andererseits hätte ich auch gar nicht die Geduld dazu. Und ständig irgendwelche Dinge im Kopf, die ich noch erledigen wollte. Das kann ich nur im Urlaub richtig abschalten.

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Mittlerweile bin ich aber gedanklich schon wieder voll im Arbeitsalltag. Bereite Arbeitsmaterial vor, richte meinen Klassenraum ein und so weiter. Da ich dabei auch vieles selbst mache, überlege ich gerade, ob ich einiges davon auch wieder auf meinem Blog zeigen mag. Wenn das auf Interesse stößt? Ich überlegs mir mal 🙂

Bis dahin: Genießt noch die Restsonne!

{genäht} Kimono-Tee mit Spitze

Hallo Welt!

Der Blog erwacht mit diesem Beitrag aus seiner spontanen ungeplanten Sommerpause! Die letzten drei Wochen habe ich einfach nur die freie Zeit genossen, Urlaub gemacht, mit Freunden gegrillt, Fußball gespielt, am Pool gelegen… was man halt im Sommer so macht!

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Zwischendurch saß ich natürlich auch mal ein bisschen an der Nähmaschine, um meine Me-Made-Sommergarderobe zu vervollständigen. Altbewährte Schnitte und Farben, wie auch im letzten Sommer, das war meine Devise.

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Dieses Shirt, was von vorn eher unscheinbar wirkt, zeigt erst bei der Rückansicht das besondere Etwas. Ich habe das Rückenteil geteilt und die obere Hälfte aus einer Lage dehnbarer Spitze genäht. Ich hatte zuerst überlegt, die Spitze über den Jersey zu legen. Aber dann dachte ich: Wenn schon Sommer-Shirt, dann richtig!

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Sowohl die Spitze als auch der Jersey sind sehr dünn und fallen super leicht. Perfekt, um das Shirt einfach über den Bikini zu werfen und ab zum Badesee zu fahren!

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Schwimmen kann man in unserem Badesee zur Zeit leider nicht, aber zum Fotos machen fand ich ihn super! Mein Fotograf und ich haben also gleich noch ein paar mehr Outfits mit neuen genähten Sommerteilen abgelichtet, die ich euch in den Tagen und Wochen zeigen werde! Auch ein paar Rezepte sind in Planung, genauso wie Weiterführung meiner Nähschule.

Bis dahin, lasst es euch gut gehen und genießt den Sommer!

{genäht} Kuschelpulli mit zarten Federn

Kennt ihr auch diese Tage, an denen man gern mit kuscheligem Pulli unterwegs ist, obwohl das Wetter total sommerlich wirkt? Vielleicht ist das auch nur so eine Eigenart von mir, aber ich liebe einfach kuschelige Pullis!

Für etwas wärmere und trotzdem gemütliche Tage liegt dieses Teil in meinem Kleiderschrank:

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Fledermausärmel für die Bewegungsfreiheit, Alpenfleece für die Kuscheligkeit und Dreiviertelärmel, damit man nicht vor Hitze eingeht. Und natürlich ein pastellfarbener Print für die frühlingshafte Leichtigkeit 🙂

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Genäht habe ich mal wieder das Shirt aus der Handmade Kultur, wie schon hier in grau, hier in senfgelb und hier mit Hüten. Super bequemer Schnitt, den ich immer wieder gern hervorhole!

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Ausschnitt und Saum mal wieder nur umgeschlagen ohne Bündchen. Weils einfach schneller geht und der dicke Stoff mit den vielen Lagen sonst schnell zu wulstig wird. Die Zwillingsnadel ist da mein bester Freund. 😉

Im Moment rattert die Nähmaschine auch wieder öfter, sodass ich bald wieder mehr schreiben kann. Und in sieben Tagen ist auch schon der letzte Schultag vor den Sommerferien! Da kann ich dann endlich mal wieder zur Ruhe kommen und neue Kräfte sammeln!

Ich wünsche eine schöne Restwoche! Bis bald!

{genäht} Mintgrüne Frühlingsbluse – #myspringessentials

Der Weg zur perfekten Bluse war im Nachhinein gar nicht so anstrengend und langwierig, wie ich dachte. Die blau gemusterte Bluse ist super angenehm zu tragen, ich finde, sie steht mir und bedarf somit keiner weiteren Anpassungen. Punkt. 🙂

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Also habe ich mir eine zweite perfekte Bluse genäht. Aus einem mintfarbenen undefinierbaren Polyester mit leichter Kreppstruktur. Einzige kleine Änderung: die Ärmelausschnitte habe ich mit Jersey eingefasst. Den hatte ich durch Zufall in der passenden Farbe im Regal liegen und bin da einer spontanen Eingebung gefolgt. Ließ sich natürlich um einiges leichter nähen, als ich hätte ich es mit dem flutschigen Stoff versucht. Find ich gut 🙂

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Der Kragen war diesmal wirklich schwierig zu nähen, der Stoff rutschte mir so häufig unter der Maschine weg, dass ich ihn beinahe in die Ecke gepfeffert hätte. Das fertige Teil hat nun ein paar Verarbeitungsfehler, über die ich aber hinwegsehen kann 😉

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Jetzt werde ich noch eine kleine Runde auf dem RUMS-Blog drehen und danach draußen die Sonne genießen!

Ich wünsche euch einen sonnigen Feiertag!