{genäht} Neue Handtasche nach eigenem Schnitt

Ich gebe zu: An das Nähen im neuen Nähzimmer habe ich mich noch nicht so richtig gewöhnt. Ich finde meinen Kram nicht immer auf Anhieb, stoße mich am unerwarteten Regal und das Bügelbrett hat noch keinen guten festen Platz gefunden. Aber trotzdem juckte es mich tierisch in den Fingern, endlich mal wieder ausgiebig an der Nähmaschine zu arbeiten. Den Start machte also eine neue Handtasche. Eine kleine Handtasche. Und wie so oft in letzter Zeit, fand ich keinen passenden Schnitt für mein Anliegen. Zu verspielt, zu klein, zu groß, falsche Form, fehlender Reißverschluss… ihr kennt das 😀

Handtasche nach eigenem Schnitt

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{genäht} Goldene Clutch

Schade, dass der Herbst irgendwie so kurz war. Mittlerweile friert es hier und geschneit hat es auch schon. Leider konnte ich meine schöne neue Lederjacke somit nur einmal an einem sonnigen Sportplatz-Tag tragen. Ich freue mich also schon jetzt auf den Frühling, um sie endlich richtig einzuweihen! 🙂

Bei diesem dunklen kalten Wetter sitze ich wieder vermehrt in meinem Büro und werkle vor mich hin. Leider ist die Zeit für gute Fotos nur sehr kurz, sodass ich mir heute vormittag mal Zeit genommen habe, ein paar hier entstandene Dinge zu fotografieren.

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Auf dem Stoffmarkt Ende Oktober habe ich ein kleines Stück goldenes Kunstleder mitgenommen. Einfach nur so. Zuhause wusste ich dann aber sofort, was daraus werden sollte: Eine Schnabelina Clutch. Ausgedruckt hatte ich den Schnitt schon längst, sodass ich nur noch einen Futterstoff, einen Reißverschluss und einen Magnetverschluss raussuchte und loslegen konnte.

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Ich wählte die Größe medium, womit ich sehr zufrieden bin. Das Nähen ging super einfach, ich habe nicht mal eine Stunde gebraucht. Da das Kunstleder relativ stabil ist, habe ich keine weitere Einlage benutzt, was auch gut geklappt hat. Der beigefarbene Reißverschluss passt wunderbar zu dem Gold, auch hier hatte ich beim Einnähen keine Probleme. Der Magnetknopf wird nicht angenäht, sondern nur festgesteckt, da sind hinten zwei Beinchen zum Umbiegen dran. Damit der Kopf in der Klappe von außen nicht sichtbar ist, habe ich ihn nur in das Futter gesteckt. Da ich dies allerdings nicht weiter verstärkt hatte, befürchtete ich, dass der Knopf schnell ausreißt. Um nicht nochmal alles aufzutrennen, habe ich das Leder und das Futter einfach mit einer geometrischen Form miteinander verbunden. Das gefällt mir optisch und das hält bis jetzt wirklich gut.

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Leider hatte ich zwischendurch die Idee, das Futter mal ein wenig bügeln zu wollen. Dass das Kunstleder dieses heiße Eisen nicht so gerne mag, hatte ich in dem Moment nicht bedacht. So habe ich mir leider eine kleine Macke reingehauen, die aber glücklicherweise bisher noch niemandem aufgefallen ist. Ärgerlich ist es trotzdem…

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Ich bin generell kein Fan von Clutches, die man nur in der Hand hält bzw. am Handgelenk trägt. Deshalb habe ich in den hinteren Teil der Tasche zwei große Ösen eingeschlagen, durch die ich zwei Schlüsselringe gezogen habe. So konnte ich an den Ringen eine Kette befestigen, die ich mir von einer anderen kleinen Handtasche geliehen habe.

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Ich mag das kleine goldene Täschchen wirklich gern, es wertet jedes schlichte schwarze Outfit total auf. Aber auch zu herbstlichen Outfits in dunkelblau oder dunkelrot passt sie gut. Ein richtiger Allrounder, was ich beim Nähen gar nicht erwartet hätte!

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!

P.S.: Hier ist einiges in Planung, was Weihnachten angeht. Bin gespannt, was ihr dazu sagt… 🙂

{genäht} Fünf-Fach-Organizer

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2016 wird das Jahr des Selbernähens. Gedanken für den Kleiderschran mache ich mir schon länger. Mittlerweile greift der Gedanke auf alle Lebenslagen über. Vergangenen Sonntag abend schüttete ich (Tolpatsch ist mein zweiter Vorname) meine halb volle Müslischale über meine geöffnete Federmappe. Erster Gedanke: Na toll, ich wollte das noch essen! Zweiter Gedanke: Ih, oh mist, meine Federmappe!
Eine Handvoll Stifte, Schere, Textmarker, Radiergummi, Geodreieck und vieles mehr wurden aus der Suppe gerettet und abgewaschen. Das Täschchen allerdings sollte wohl mal eine Runde in der Waschmaschine drehen. Und morgen früh? Da musste schnell Ersatz her.

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Nach ein bisschen googlen war klar: Das alte Mäppchen hat ausgedient! Ich nähe mir so einen coolen Fünf-Fach-Organizer! Es war bereits halb 11. Aber was soll’s. Ich brauchte den neuen Organizer schließlich ganz dringend. 😉
Also schnell das Schnittmuster ausgedruckt und gleich mal festgestellt, dass das Ding in Originalgröße viel zu groß wäre. Also nochmal ausgedruckt, nach Gefühl auf 65% verkleinert. Perfekt!

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Obwohl mir aus der Farbenmix-Anleitung jede Farbe des Regenbogens entgegensprang, entschied ich mich für graues Kunstleder außen und türkise Sternchen als Futter. Auch wählte ich aufgrund eines fehlenden Reißverschlusses nicht zwei, sondern nur eine aufgesetzte Tasche. Das stellte sich letzten Endes auch als total ausreichend heraus. Es ist also in Wirklichkeit nur ein Vier-Fach-Organizer. 😉
Die Anleitung war soweit in Ordnung, aber all die verschiedenen Stoffe haben mich häufig irritiert. Ich hab dann versucht, die Bilder einfach nicht zu beachten und nur nach Text vorzugehen. Und da ich ja nicht mehr der blutigste Anfänger bin, ging mir das ganze Täschchen recht leicht von der Hand.

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Ich freute mich besonders, dass ich mein Skyline-Webband mal wieder nutzen konnte. Ich nutze Webbänder ja generell sehr selten. Als ich in der Materialliste sah, dass hier Webband benötigt wird, überlas ich das erstmal. Ich dachte, das ist dort vielleicht nur optional zur Verzierung aufgeführt. Davon bin ich nämlich gar kein Fan (mehr).
An der betreffenden Stelle überlegte ich sogar kurz, den Reißverschluss mit einem Lederstreifen zu verblenden. Dann fiel mir aber mein Hannover-Band in die Hände und ich find’s total schick so 🙂

Das neue durchorganisierte Federmäppchen hat die Feuerprobe schon bestanden und wird mich bestimmt begleiten, bis es auseinander fällt. Oder ich Kaffee drüber kippe, oder Suppe, oder Marmelade, oder, oder, oder… 😀

Passenderweise ist das Thema des Taschen-Sewalongs 2016 auf greenfietsen für Januar „Gut organisiert ins neue Jahr“! Da reih ich mich doch gleich mal ein!

{genäht} Solena Top und neue Handtasche!

Heute rumst es endlich mal wieder bei mir. Und dann auch noch doppelt! Der Piratenstoff, den ich mir im Frühjahr auf dem Stoffmarkt gekauft habe, hat endlich seine Bestimmung gefunden. Das Top ist ein Freebook von Leolilie, super schnell und einfach zu nähen.
Die Tasche ist größtenteils freestyle, nur die Art, den Reißverschluss einzunähen, hab ich mir von der SchnabelinaBag abgeguckt.

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Schon vor ein paar Wochen hatte ich mir ja überlegt, ob ich mir für den Sommer wieder ein paar essentials zusammenstelle, wie es im Frühjahr der Fall war. Ich hatte mich sogar schon für die Farben entschieden und ein paar Teile dafür gekauft.
Doch dann verlor ich die Idee wieder aus den Augen. Insgesamt scheint das also für meinen Alltag nicht hundertprozentig das richtige zu sein. Durch die erneute Auseinandersetzung mit meinem Kleiderschrank habe ich allerdings aufgepasst, die neuen Sommerteile wenigstens passend zu den Alten zu kaufen. Kombinationsmöglichkeiten zu beachten. Und die Farben übersichtlich halten. Und das hat so nebenbei echt gut geklappt! 🙂

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Meine Basisfarben schwarz, dunkelblau, weiß und grau habe ich also beibehalten. Als Akzentfarben dazu gab es knallrot, pastellgelb und koralle.

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So passt also auch dieses Outfit und besonders auch das neue Top in mein Sommerkonzept. Die hellgraue Jeans-Shorts und die grauen Chucks waren beinahe die ganzen Sommerferien hindurch meine alltäglichen Begleiter. In diesem Fall kombiniert mit dem dunkelgrauen Skull-Solena-Top und einem neuen Tuch mit Koralle und gold!

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Und natürlich mit der neuen Tasche.
Eigentlich war ich ja immer eher der Typ für kleine Umhängetaschen. Diese großen Shopper als Handtaschen waren mir irgendwie immer zu umständlich. Diesen Sommer war das dann aber anders. Ich hatte immer Stauraumnot 😀 Ständig hatte ich irgendwas zu transportieren. Eine Flasche Wasser, eine Kleinigkeit zu Essen, ein kleines Handtuch, Flipflops, die Slackline oder ein Buch. Ich war es leid, mir diese Dinge unter den Arm zu klemmen und suchte nach einer geräumigen, aber nicht zu sperrigen, Shopper-Handtasche.

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Ich wurde natürlich nicht fündig und hab mir dann aus allen Kleinigkeiten, die mir bei den Kauf-Modellen gut gefielen, meine eigene Tasche gebastelt.

Und mit der genieße ich jetzt hochzufrieden die letzten warmen Tage! 🙂

{genäht} Ahoi! – Kosmetiktäschchen

Es bleibt maritim hier:
Schon vor Ewigkeiten hatte ich im Netz mal die Idee gesehen, mit einer Kordel einen Schriftzug auf eine Tasche zu nähen. Und die Idee, aus Fimo Knöpfe zu machen.
Weil ich am Samstag einen freien Vormittag hatte und recht früh wach geworden bin, habe ich beide Ideen einfach mal spontan umgesetzt.
Heraus kam ein neues Kosmetiktäschchen, was mich einfach nur an Urlaub erinnert und perfekt zu meinem Ferienstart am Mittwoch passt…

Kosmetiktäschchen

Kosmetiktäschchen sind so etwas, dass man immer wieder nähen kann und dann irgendwann mit Sicherheit eine Verwendung findet. Entweder als Geschenk für eine gute Freundin oder man verwendet es selbst für eine Tagesreise oder ähnliches.

Kosmetiktäschchen

Das Aufnähen des Schriftzuges war eigentlich ganz leicht. Allerdings hatte ich die Kordel vorher mit Bastelkleber in die richtige Position gebracht. Und das Volumenvlies war auch schon hintergebügelt, sodass ich nicht nur das dünne Stöffchen unter der Maschine hatte. Ich habe einfach einen Zickzackstich und weißes Garn verwendet.

Kosmetiktäschchen Knopf

Die Fimoknöpfe herzustellen, war da schon ein bisschen komplizierter. Ich wollte mehrere identische Knöpfe erstellen, sodass ich mir erstmal überlegen musste, wie ich in der Rolle das Ankersymbol forme, um von dieser dann die einzelnen Knopfscheiben abzuschneiden. Obwohl sich die Rolle ein bisschen verzogen hat, kann man den kleinen Anker gut erkennen. Ich betrachte den Versuch also mal als gelungen 🙂

Obwohl ich für die Sommerferien keinen Urlaub am Meer gebucht habe, wird mich das Täschchen mit Sicherheit auf den einen oder anderen Wochenend-Ausflug begleiten! RUMS.