{Diskussion} Wie ich #2018DIYdontbuy zu meiner Herausforderung mache

Als Lisa von meinfeenstaub ihre #2018DIYdontbuy-Aktion ankündigte, dachte ich noch während des Lesens: Ach komm, du verzichtest doch sowieso schon ein paar Jahre aufs Shoppen, dieser Runde schließt du dich mit Leichtigkeit an. Im Januar sollte man dazu einfach nur einen Post mit dem Thema „Ich bin dabei“ veröffentlichen. Und dann gibt es jeden Monat ein weiteres thematisches Motto für die folgenden Posts. Easy. Oder?

Mein Ausgangspunkt

Meine Shopping-Story nochmal in Kurzform: Im Februar 2015 nahm ich an der #myspringessentials-Aktion statt und optimierte meine komplette Garderobe. Ich habe mir das Shoppen nicht per se verboten, das hat sich mit den Monaten und Jahren einfach so eingeschlichen. Kleidungsstücke, die ich unbedingt haben wollte bzw. brauchte, habe ich mir genäht. Andere kamen durch Tauschaktionen in meinen Schrank. Unterwäsche bekam ich zu Weihnachten, sodass ich mir höchstens mal eine Feinstrumpfhose gekauft habe. Seit drei ganzen Jahren!

Einer meiner 18 Pläne für 2018 ist, bewusster zu leben. Deswegen möchte ich diese Challenge nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und habe mir mal genau überlegt, wie ich #2018DIYdontbuy bei zu meiner persönlichen Herausforderung machen kann:

Keine weiteren Schnittmuster mehr!

Ich gestehe: Bei jeder 2€-Aktion bei Makerist kribbelt es mir wieder in den Fingern, doch mal ein bisschen zu stöbern. Aber fast jedes Mal schließe ich die Seite wieder, ohne etwas zu kaufen. Zum Glück – Ich habe immerhin bereits Unmengen an Schnittmustern hier liegen. Einige davon noch nicht mal ausgedruckt. Warum? Weil ich sie einfach nicht brauche. Und jedes weitere Neue werde ich genau so wenig brauchen, meine Sammlung ist ausreichend. Die einzige Ausnahme wird vermutlich noch Kiras Jeansworkshop, falls mich dieses Jahr nochmal die Jeans-Lust packt. Aber das brauche ich dann auch definitiv!
Ansonsten ist „Anpassen“ das Stichwort, bzw. „Pattern Hack“. So nennt man das ja jetzt, wenn man einen Schnitt nach seinen Wünschen modifiziert. Ein Shirt-Schnitt reicht mir völlig aus, Ausschnitt, Ärmel und Saum arbeite ich dann nach meinen Vorstellungen. So erweitere ich zusätzlich noch meine Fähigkeiten und Fertigkeiten, sodass ich die Sache mit dem Grundschnitt noch mal von vorne angehen kann. (Das der letzte Versuch total in die Hose gegangen ist, hatte ich gar nicht erzählt, glaube ich…)

Stoffe mit Auge kaufen

Von den ganz „billigen“ Stoffen bin ich sowieso schon lange weg. Ich nähe auch nicht mehr aus Fleecedecken, um möglichst günstig wegzukommen. Ich flaniere lieber gern durch meinen Lieblingsstoffladen und wähle gezielt aus. Optimale Stoffauswahl passend zu Produkt. Für mein aktuelles Projekt, einen Wintermantel, stand ich lange zwischen zwei Richtungen: Versuche ich es mit teuren Funktionsstoffen oder setze ich auf Natur? Tatsächlich habe ich mich jetzt für Walkloden mit Kaschmiranteil entschieden. Dazu ein Teddyfutter aus Schurwolle. Produkte aus Wolle sollen ja toll isolierend und wärmeausgleichend sein. Ich bin gespannt!
Und ich versuche mal, in Erfahrung zu bringen, ob es im Stoffladen regionale/deutsche Produktionen bzw. auch fair gehandelte Stoffe gibt.
Das ist jetzt kein Muss oder Zwang für mich, mit dem ich mich eingrenzen möchte. Aber ich möchte die Augen offenhalten und bewusster einkaufen gehen.

Und du so?
Hast du schonmal aufs Shoppen verzichtet? Oder hast es für 2018 vor?
Und hast du vielleicht Tipps für mich in Richtung „regionale/fair gehandelte Stoffe“?

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Na du bist ja gleich von der ganz krassen Sorte.
    Keine Schnittmuster?! Gänge für mich ja mal gar nicht. Aber du machst das schon seit 3 Jahren? Da hast du meine absoluten Respekt.
    Wer weiß wo ich in 3 Jahren stehe – vielleicht neben dir am Schneidertisch und optimiere meine Shirts. 😀
    Jedenfalls wünsche ich dir ganz viel Erfolg. Man liest sich 😉

    • Vielen Dank!
      Naja, ich habe einfach genug Schnittmuster. Diese Grenze muss ich mir jetzt einfach mal setzen, das wäre rausgeschmissenes Geld.;)
      Ja, in drei Jahren kann viel passieren. Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, was das ganze Projekt mit mir und meinem Kosumverhalten macht. Es war aber immer eine wertvolle Erfahrung 🙂

      Liebe Grüße!

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