{geschrieben} Wie mein Blog zu seinem Namen kam.

Als Selmin letztens einen tollen Post zu ihrem 4. Blog-Geburtstag geschrieben hat, fiel mir auf: Oh, mein Blog wird ja auch schon vier! Da habe ich nochmal genauer nachgeschaut: Bananenmarmelade ist nur 5 Tage älter als Tweed and Greet!
Als Selmin dann ein paar Tage später noch einen Beitrag dazu veröffentlichte, wie sie eigentlich zu ihrem Namen kam, hatte ich sofort Lust, das auch zu machen. Also mich über meinen 4. Geburtstag zu freuen und ein bisschen aus dem Namens-Nähkästchen zu plaudern.

Am 28. Juli 2012, mitten in dem Sommer, in dem ich mich eigentlich auf meine Masterprüfung im September vorbereiten sollte, eröffnete ich bei Blogger.com einen Blog und schrieb meinen ersten Beitrag. Wie man an dem Titel erkennen kann, hieß der Blog am Anfang von „Bananenmarmelade im Bauwagen“. Das Ergebnis wirklich tagelanger Überlegungen. Ich wollte etwas perfektes. Das mich inhaltlich nicht einschränkt, da ich noch nicht so richtig wusste, was der Schwerpunkt werden würde. Etwas das persönlich ist, aber nicht zu privat. Es sollte um mich gehen und um’s Selbermachen. Das war klar. So kam ich irgendwann ganz plötzlich auf „Bananenmarmelade im Bauwagen“.

Bananenmarmelade steht dafür, dass ich schon damit aufgewachsen bin, bestimmte Sachen selber zu machen. Schon immer wird in unserer Familie gemeinsam Marmelade gekocht. Besonders Bananenmarmelade. Die gab es immer nur bei uns. Bananenmarmelade bedeutet für mich quasi, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen. Es gemeinsam zu tun, sich darüber auszutauschen und anderen zu zeigen, wie es geht. Nicht nur das Marmelade kochen, sondern auch das Kleider nähen, Kuchen backen oder Kleinigkeiten basteln. Selbermachen eben. :)

Der Bauwagen stand für den besonderen Ausgangspunkt vieler Selbermach-Ideen in meiner Kindheit: Peter Lustig. Wie er mich inspiriert hat, habe ich hier in einen Brief an ihn geschrieben. Der Bauwagen war anfangs sogar in meinem Header vertreten, er war quasi mein Logo und mein Markenzeichen. (Gibt es eigentlich noch Leser, die meinen selbstgemalten Bauwagen-Header noch kennen? Meldet euch doch mal, das würde mich mal interessieren! :) )

So perfekt ich den Namen am Anfang fand, so schnell ging er mir auch schon auf die Nerven. Viel zu lang, blöd zu tippen und irgendwie einfach zu lang. Da hab ich ihn einfach abgeschnitten. Bananenmarmelade ist geblieben.
Kurz hatte ich überlegt, mir einen ganz neuen Namen zu geben. Vielleicht doch etwas, was sofort sagt, dass das hier ein Nähblog ist. Aber es ist ja auch nicht nur ein Nähblog. Sondern z.B. auch ein Foodblog. Und: dieser Name, Bananenmarmelade, war gefühlt schon so sehr an das Projekt „Blog“ gebunden, dass ich das irgendwie nicht konnte.
Ein Wort, bei dem man zweimal hinguckt, und das man sich merkt.
Das bin ich. Das ist mein DIY-Blog. Mein Selbermacher-Gen.

Seit gut zwei Jahren mache ich mir also überhaupt keine Gedanken mehr über meinen Namen. So heißt mein Blog einfach. Und ich finde das gut :)
Eigentlich freue ich mich aber auch, wenn mich Freunde oder auch fremde Leser nach der Bedeutung meines eher ungewöhnlichen Blognamens fragen. Dann erkläre ich es ihnen gern. Ich mag es, dass mein Name einen Hintergrund hat.
Wie langweilig wäre doch das (Blogger-)Leben, wenn mein Blog einfach „Kathas Nähstube“ heißen würde; nicht wahr?! ;)

Ich fühle mich irgendwie angekommen mit meinem Blog – fühle mich wohl dort. Es darf gern noch vieles passieren, ich denke, ich werde noch viele Jahre hier verbringen und viele Dinge entwickeln sich mit der Zeit bestimmt noch weiter. Aber es wird sicher immer bei „Bananenmarmelade“ bleiben :)

Danke Selmin, für die Inspiration zu diesem Post!

Habt alle ein wunderschönes Wochenende und genießt die Sonne!

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