{nähen} 2017: Von neuen Zielen und Verzicht.

Nach einem ausführlichen Nährückblick gibt es nun einen zweigeteilten Post über das, was das neue Jahr für mich und für den Blog bringen wird.
Zwei Worte dominieren bis jetzt den Beginn von 2017. Zwei Worte, die sich auszuschließen scheinen, aber für mich total gut zusammenpassen. Nachdem 2016 so viele unerwartete, aber tolle Momente bereithielt und viel glücklicher endete, als ich es Anfang des Jahres noch glaubte, starte ich mit ganz viel Motivation und großen Zielen ins Jahr 2017.

Teil 1 dreht sich heute ums Nähen, übermorgen gibt es Teil 2 zum Thema Ernährung.

In meinem letzten Post habe ich ja am Ende schon die Andeutung gemacht, wie es in diesem Jahr wohl weitergehen könnte. Mit mir und dem Nähen. Das werde ich heute ein bisschen mehr ausführen.

2011 begann meine Nähkarriere mit der ersten eigenen Nähmaschine. Ich mochte das Handarbeiten schon immer und lernte es schon früh. Nähen, Häkeln, Stricken und Sticken. Aber eben nur so von Mama, als ich noch ein Kind war. Das man das nicht als Handwerkszeug bezeichnen kann, ist ja klar. Ich weiß halt im Prinzip wie es funktioniert und kann es eben so ein bisschen.
Aber beim Nähen wollte ich dann auf einmal mehr. Es richtig können. Und stellte in meiner Ungeduld fest: Auch Nähenlernen ist ein Prozess. Mittlerweile existiert nicht mehr ein einziges Teil aus meiner Anfangszeit. Aktuell ist das älteste selbstgemachte und noch getragene Kleidungsstück meine Sterne-Martha. Die nähte ich Ende 2014. Und so im Laufe der Zeit lernte ich mit jedem Stück dazu: Was mir steht, was ich mir zutrauen kann, was ich auch wirklich tragen werde und was für ein Stil mir wirklich gefällt.

Ich behaupte mal, mittlerweile kann ich mir schon vor dem Nähen für 90% sicher sein, dass ich das Teil gerne tragen werde. Manchmal bin ich mir auch zu 100% sicher, was sich dann auch bewahrheitet hat. So z.B. bei meinem Kuschelpulli, den Sommerblusen, der Lederjacke… also genau DIE Teile, die letzte Woche einen Oscar bekommen haben :)

Meine To-sew-Liste ist trotzdem noch relativ lang, die größten Vorhaben sind:

  • Eine dicke wärmende Winterjacke, außen mit wasserabweisendem und winddichtem Stoff, innen mit warmem Futter. Die Kapuze von innen mit Teddyfell, vielleicht sogar die ganze Jacke. Ich hätte gern einen Reißverschluss mit einer Blende, die noch zusätzlich zugeknöpft werden kann. Die Ärmel sollen mit doppeltem Bündchen sein… ach, ich habe so viele Ansprüche an die perfekte Winterjacke. Die ideale Herausforderung also!
  • Einen Bikini. Für den Urlaub im Herbst diesen Jahres. Ich mag Chevron- oder Streifenmuster, ein High Waist Höschen und ein gepolstertes drapiertes Oberteil, was auf keinen Fall nach BH aussieht. Nicht nur, dass der Stoff sicher nicht einfach zu verarbeiten ist, habe ich so viele spezielle Wünsche, denen bisher kein Schnitt gerecht wird.
  • Den Blusenschnitt nochmal optimieren und ein paar weitere Sommerblusen nähen. Das ist eher eine kleinere Herausforderung, die ich Richtung Frühling wahrscheinlich als erstes angehen werde. Aber es wird mich mit Sicherheit noch zufriedener machen!
  • Die perfekte Jeans. Mit der Ginger habe ich ja eine ziemlich gute Grundlage hier liegen. Die ersten beiden sind tragbar geworden, die letzten beiden leider nicht so. Falsche Stoffwahl, falscher Zuschnitt… ich weiß es nicht genau, aber sie sitzen einfach nicht richtig. Die Beinnähte verdrehen sich, im Schritt ist es sehr eng, der Bund aber viel zu locker. Da muss ich nochmal ran. Messen, anpassen, Fehler analysieren. Und es dann wieder probieren, mit der perfekten Jeans.

Im Zusammenhang mit all diesen Vorhaben entstand dann noch ein weiteres. Erst nicht ganz greifbar, aber jetzt weiß ich sicher: Ich möchte lernen, mir meine eigenen Schnitte zu konstruieren.
Ein Kleidungsstück entstehen lassen, genau so wie ich es vor Augen habe.
Gerade die Wünsche nach dem Wintermantel und dem Bikini haben mich schon an der Schnittmustersuche verzweifeln lassen. Und wenn ich daran denke, welch ein Prozess das bei der Lederjacke und der Sommerbluse war… vielleicht ist es manchmal der erfüllendere Weg, es von Anfang an selbst zu machen.

So ein bisschen habe ich das ja schon heimlich im stillen Kämmerlein angebahnt… ich habe mich genau vermessen, mich ein bisschen eingelesen und ein paar Skizzen gemacht.
Es bleibt spannend! Aber ich bin mir sicher, dass es erfolgreich wird. Ich hab zwar Respekt, aber richtig richtig Bock drauf!

Und der Verzicht?
Der lässt sich quasi direkt daraus ableiten: Ich verzichte auf das Shoppen. Ich möchte keine Kleidung mehr kaufen. Komplett. Einfach, weil ich finde, dass das zu meinem Näh-Ziel dazugehört und mich noch weiter pusht!
Und weil ich – wenn ich so an DEN Bikini denke, den ich im Kopf habe – mir die enttäuschenden und ergebnislosen Shoppingtouren ruhig sparen kann ;)

In diesem Sinne:
Ich hoffe, auch ihr startet mit einem großen Ziel und viel Neuem! Und habt auch richtig Bock drauf!

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