{genäht} Sommerkleid aus einem Männerhemd

Manchmal geistern Ideen wirklich monatelang im Kopf herum, bis ich sie verwirkliche. Dieses Hemdkleid war so eine Idee. Upcycling ist so ein Ding, dass bei mir nicht immer wirklich gut klappt. Deshalb schiebe ich das oft eine Weile vor mir her. Doch dann habe ich eines Abends einfach die Schere angesetzt. Et voilà: Experiment gelungen!
Ich habe aus einem Männerhemd ein Sommerkleid mit Carmenausschnitt und Volantrock gemacht!
(Auch wenn die Fotos es leider nicht so richtig wiedergeben: Das Hemd ist grau-rot kariert, weshalb ich mit diesem Beitrag auch an den 12 Colours of Handmade Fashion teilnehme 🙂 )

Sommerkleid aus einem Männerhemd

Die Idee mit dem Carmenausschnitt habe ich schon öfter im Netz gesehen. Und sie ist wirklich einfach umzusetzen. Das Hemd wird einfach kurz über den Brusttaschen abgeschnitten. Dann wird von links ein Gummiband angesetzt und direkt auf die offene Kante genäht. Wie lang das Gummiband sein muss, habe ich einfach direkt durch Umlegen um den Körper ermittelt. Dann wird die Kante noch einmal nach innen umgeschlagen, festgenäht und fertig!

Sommerkleid aus einem Männerhemd

Wem diese Art zu arbeiten zu unsauber ist, der kann natürlich auch einen Tunnelzug nähen. Ich wollte es aber so einfach wie möglich haben und bin mit dieser Methode gut gefahren. Vorher habe ich noch die Knopfleiste zugenäht und die Ärmel abschnitten. Das Hemd war nämlich langärmlig.

Sommerkleid aus einem Männerhemd

Nach der ersten Anprobe kam erstmal die Ernüchterung. Es sieht an mir aus wie ein Sack. Wie ein altes viel zu großes Hemd, an dem ich einfach den Ausschnitt abgeschnitten habe. Aber ich wollte nicht aufgeben und habe weitere Änderungen vorgenommen. Zuerst habe ich in den Seitennähten jeweils 4 cm weggenommen, um das ganze Kleidungsstück etwas zu verschmälern.
Danach habe ich unter der Brust und auf der selben Höhe am Rücken ein Stück Gummiband eingenäht. Dadurch wird der Stoff etwas zusammengerafft und gibt dem Ganzen mehr Form.

Sommerkleid aus einem Männerhemd

Das gefiel mir dann schon deutlich besser. Als Kleid war es nun allerdings immer noch arg kurz. Als habe ich mir die Ärmelreste vorgeknüpft, um unten noch ein kleines Rockteil an zu setzen. Es war tatsächlich genug Stoff vorhanden, sodass es ein kleiner Volantrock werden konnte.

Sommerkleid aus einem Männerhemd

Bei der letzten Anprobe war ich dann tatsächlich total überrascht, wie gut mir das Endergebnis gefällt. Ein legeres Kleidchen, dass sich perfekt für den Sommer eignet. Schnell mal überwerfen für die Terasse oder auch für den Badesee. Es ist sogar wieder erwarten recht bequem! So lange man nicht zu viel mit den Armen über Schulterhöhe rumfuchtelt. Aber das haben Carmenausschnitte ja nun mal so an sich 😉

Wie gefällt euch meine Upcycling-Idee? Habt ihr auch schon mal ein Männerhemd in etwas Tragbares umgewandelt?

{Näh-Anleitung} Lesekissen mit Bücherfach

Auf Instagram habe ich es kürzlich schon gezeigt: Mein neues Lieblingskissen. Meine Bücher und Zeitschriften, die ich gerade lese, lege ich bisher immer auf der Sofa-Lehne ab. Da zerknittern sie aber schnell, weil sie unbeabsichtigt in die Sofaritze rutschen oder ich mich aus Versehen drauf setze. Ich habe bei pinterest schon öfter diese „Männer-Kissen“ gesehen, die mit drei Fächern für Fernbedienung, Bier und Knabberkram versehen sind. Ich fand die Idee, ein Kissen mit Fächern zu versehen irgendwie gut und hab sie mir zu eigen gemacht. Entstanden ist: Ein Lesekissen!

Lesekissen

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{DIY} Kosmetikpads selbernähen

Die letzten Jahre habe ich tatsächlich diese Kosmetiktücher für unterwegs für meine tägliche Gesichtsreinigung benutzt. Da ich hauptsächlich wasserfestes Make Up verwende, haben die einfach am besten und am schnellsten funktioniert. Allerdings produziert man auf diese Weise eine Menge unnötigen Müll.
Abschminken funktioniert tatsächlich auch viel ökologischer und obendrein hautfreundlicher: Mit selbstgenähten Kosmetikpads und Kokosöl!

Kosmetikpads

Die Kosmetikpads sind wirklich total einfach hergestellt. Du brauchst nur ein neues unbenutztes Microfaserputztuch und eine Nähmaschine.

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{Diskussion} Meine 5 besten Stoffmarkt-Tipps

Als ich noch in Hannover wohnte, war ich ein regelmäßiger Stoffmarkt-Besucher. Innerhalb von 10 min war ich ja mit der Bahn in der Innenstadt, manchmal bin ich auch mit dem Fahrrad gefahren.
Mittlerweile muss ich nicht mehr jeden Termin mitnehmen, aber ich bin trotzdem immer wieder gerne dort. Ich sehe Stoffe einfach unheimlich gern „live“, fasse sie gerne an, fühle die Struktur, die Schwere und die Dehnbarkeit. Und mit dieser Angebotsfülle kann kein Stoffladen mithalten, den ich kenne (oder den ich unter einer Stunde mit dem Auto erreichen kann).

Stoffmarkt Tipps

Oft lese ich von anderen Nähbloggern, dass sie Stoffmärkte nicht mögen. Es wäre überteuert, die Stoffe qualitativ nicht hochwertig, die Verkäufer unfreundlich, es wäre total überlaufen und man käme nur mit Ellenbogen an die besten Schätze. Diese Argumente sind natürlich nicht ganz abzustreiten. Wie ich mir trotzdem jeden Stoffmarktbesuch zu einem tollen Erlebnis mache, erzähle ich dir jetzt: In meinen fünf besten Stoffmarkt-Tipps. Weiterlesen