{genäht} Herbstkleid Else in blaugrün

Ich habe endlich mal wieder Zeit gefunden, ein Kleidungsstück zu nähen! Schon lange lag das Schnittmuster Else von Schneidernmeistern fertig geklebt auf meinem Schreibtisch, den passenden Stoff habe ich dann letztens spontan im örtlichen Stoffladen gefunden.

Leider war der Weg zum fertigen Kleid nicht so einfach, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Was aber nicht am Schnittmuster lag: Das Kleid ist nicht schwer zu nähen, dazu benötigte ich keine Anleitung. Allerdings habe ich mal wieder festgestellt, dass man die Sache mit der richtigen Größe nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte…

Das begann schon damit, dass das Schnittmuster nur als Doppelgrößenschnitt. Ich kaufte es in 36/38, zu einer Zeit in der ich in 40 passte, dies aber nicht immer akzeptierte 😉 Nachdem ich dann ein bisschen nach Nähbeispielen gegooglet hatte, lies ich den Schnitt erstmal liegen. Alle Näherinnen schrieben, dass der Schnitt körpernah ausfällt und besonders die Ärmel sehr schmal geschnitten waren. Das war dann in 38 wohl eher nicht so schmeichelnd für mich.

Nach meiner Abnahme Anfang des Jahres kam mir die Else wieder in den Sinn. Ich hatte richtig Lust drauf, druckte das Schnittmuster aus und schnitt Größe 38 aus. Weil ich dann aber nicht den richtigen Stoff fand, blieb das Projekt wieder liegen.

Bis letzte Woche. Da waren wir zu einer leger-schicken Hochzeit eingeladen und ich wollte mir gern ein Kleid nähen. Den kürzlich gekaufen blaugünen Stoff fand ich perfekt und schnitt sofort alles zu. Beim Nähen fiel mir dann ein, dass ich meine Maße gar nicht mehr überprüft hatte. Würde das Kleid passen? Wäre nicht vielleicht doch 26 die bessere Wahl gewesen? Ich erinnerte mich aber daran, gelesen zu haben, dass es eher schmal ausfällt und nähte es dann ohne Anpassungen erstmal fertig.

Bei der ersten Anprobe war mir sofort klar: Eng ist was anderes. Unter den Armen, in den Schultern, in der Taille, überall war definitiv etwas zu viel Stoff. Über der Hüfte passte es gut, da durfte es tatsächlich keinen Zentimeter weniger sein. (Ich sag nur Körperform Birne 😉 Wer kennt’s noch?) Nun war das Kleid aber fertig. Und ich beließ es erstmal dabei. Das Kleid saß zwar locker, aber sah nicht aus wie ein Sack.
Zur Hochzeit stylte ich es mit schwarzer Strumpfhose, grauen Pumps, passendem Blumenhaarband, Perlenkette und Lederjacke. Und ich gefiel mir ganz gut.

Doch jetzt, wo ich die Fotos sehe, denke ich: Ich werde das Kleid wohl doch noch mal an diversen Stellen etwas abändern. Es ist zwar bequem, wirft aber viele Falten, mit denen es eher nach Sofakleid als nach Ausgeh-Kleid aussieht. Und beim nächsten Kleid werde ich definitiv in 36 zuschneiden.
Da ist noch etwas mehr drin 🙂
Oder was meinst du?

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Mir gefällt dein Kleid jetzt schon sehr, wobei ich aber auch glaube dass ein paar Änderungen dem Ganzen noch den letzten Schliff geben würden. Besonders mag ich aber dein Haarband!

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