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{DIY} Kosmetikpads selbernähen

Die letzten Jahre habe ich tatsächlich diese Kosmetiktücher für unterwegs für meine tägliche Gesichtsreinigung benutzt. Da ich hauptsächlich wasserfestes Make Up verwende, haben die einfach am besten und am schnellsten funktioniert. Allerdings produziert man auf diese Weise eine Menge unnötigen Müll.
Abschminken funktioniert tatsächlich auch viel ökologischer und obendrein hautfreundlicher: Mit selbstgenähten Kosmetikpads und Kokosöl!

Kosmetikpads

Die Kosmetikpads sind wirklich total einfach hergestellt. Du brauchst nur ein neues unbenutztes Microfaserputztuch und eine Nähmaschine.

(Edit 10/2018: Mittlerweile würde ich kein Microfaser mehr empfehlen. Ein Baumwollfrottee oder -flanell funktionieren genau so gut und geben kein Mikroplastik ab.)

Und so geht’s:
Schneide das Microfasertuch in gleichgroße Quadrate oder Rechtecke. Ich habe mich der Einfachheit halber an der Prägung des Tuchs orientiert und nichts genau abgemessen.

Lege zwei der Rechtecke übereinander und versäubere sie rundherum mit einem engen Zickzackstich. Ich habe dazu eine Stichlänge von 0.4 und eine Stichbreite von 3,5 verwendet. Mit einem Überwendlingsfuß wird der Stoff auch nicht so zusammengezogen beim Nähen. Wer eine Overlock hat, sollte die natürlich verwenden. Damit geht es bestimmt noch einfacher und schneller.

Und das war’s dann auch schon.

Kosmetikpads

Aus einem Tuch habe ich 24 Rechtecke schneiden können, also im Endeffekt zwölf Pads genäht. Mal schauen, ob das ausreicht. Die benutzten Pads wandern einfach mit in die normale Wäsche und können dann immer wieder verwendet werden.

Hauptsächlich benutze ich die Pads zum Abschminken. Nach dem Durchtesten verschiedener Reinigungslotionen bin ich irgendwann auf handelsübliches Kokosöl gewechselt. Das habe ich sowieso immer vorrätig, da ich es auch gern in der Küche zum Backen und Kochen verwende.
Ich habe mir eine kleine Menge in ein Metalldöschen abgefüllt, dass dann im Badezimmer stehen kann.

Kosmetikpads selbernähen

Die Reinigungswirkung ist wirklich gut, auch wasserfeste Wimperntusche lässt sich einfach und sanft entfernen. Ich weiß überhaupt nicht, warum ich mich erst so spät mit Alternativen für die Reinigungstücher auseinandergesetzt habe?!
Wenn ihr noch weitere Tipps habt, wie ich Wegwerfprodukte im Badezimmer ersetzen kann, immer gern her damit! :)

9 Kommentare

  1. Hallo,
    ich benutze schon seit einger Zeit selbstgenähte Pads und bin sehr zufrieden damit. Noch ein Tipp beim Waschen: Gib sie in ein Wäschenetz, sonst fliegen sie dir überall herum und verstecken sich mit Leidenschaft in der Dichtung…
    Liebe Grüße, Ulli

  2. Pingback: Kosmetikpads nähen – unregelmäßige Gedankensplitter

  3. Hallo Katha!
    Sag mal, wie haben sich deine Pads denn im „Dauertest“ bisher so bewährt? Benutzt du sie immer noch? Ich überlege nämlich, mir auch welche zu nähen.
    Vor allem benutze ich herkömmliche Wattepads momentan zum Nagellack entfernen. Aber der würde vermutlich beim Waschen aus den selbst genähten Pads nicht wieder rausgehen, nehme ich an. Hast du das mal ausprobiert?
    Danke dir!
    Gruß, Anne.

    • Hi Anne,
      ja, ich verwende sie immer noch, allerdings nicht mehr so häufig. Ich bin von wasserfester Schminke größtenteils weg, daher benötige ich die Pads nur noch, wenn ich meinen bombenfesten Lippenstift benutze. Ansonsten benutze ich sie tatsächlich z.B. zum Nagellack entfernen! Am besten klappt es, das Pad gut zu tränken und dann kurz auf die Nägel legen und „einwirken lassen“. Nein, das geht beim Waschen dann auch nicht raus, aber wenn man sie nur für Nagellack verwendet ist das für mich okay ;)
      Mittlerweile würde ich mir aber keine neuen kleinen Pads mehr schneiden, sondern eher in „Waschlappen“-Größe. Ist insgesamt leichter handzuhaben und geht beim Waschen auch nicht so leicht verloren!
      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen :)

      Liebe Grüße!

  4. Liebe Katha,
    möchte dir jetzt noch von meinen „Langzeiterfahrungen“ berichten. Ich habe mir kleine, Runde und auch größere, eckige Pads genäht und finde die großen auch viel besser (auch einfacher zu nähen). Ich benutze auch nur nicht-wasserfestes Makeup. Seit kurzem habe ich einen festen Reinigungsbalsam von Lush (also auch verpackungsfrei). Den nehme ich dann mit den Pads wieder ab, das geht sehr gut.
    Die Pads nach dem Nagellack entfernen dann zu waschen, hat für mich nicht funktioniert. Der „alte“ Lack hat sich beim Tränken wieder gelöst und es gab ne Sauerei. Da ich aber fand, dass das Entfernen mit den Stoffpads voll gut ging, habe ich jetzt ein altes Top, was sowieso weg sollte (hatte schon Löcher), einfach mit der Overlock doppellagig in Stückchen genäht. Das gab einen großen Vorrat an „Einweg“-Pads 😀

    Meine Schwestern haben übrigens zu Weihnachten von mir auch gleich solche Pads und die Abdeckhauben nach deiner Anleitung bekommen 😉

    Liebe Grüße! Anne.

    • Hallo Anne,
      wow, vielen Dank für deine Rückmeldung, darüber freue ich mich sehr! Einweg-Pads aus einem Shirt, dass sonst eh auch im Müll gelandet wäre, ist eine coole Idee. Auch wenn mir das tatsächlich nicht passiert, dass sich der alte Lack wieder rauslöst…
      Da sich doch so einiges geändert hat seit diesem Post, könnte ich eigentlich mal einen neuen verfassen.

      Oh, wie schön, ich freu mich immer, wenn meine Anleitungen so gut ankommen, dass sie als Geschenke verwendet werden. Das ist das schönste Kompliment, vielen Dank :)

      Liebe Grüße!

  5. Hallo,
    es ist immer gut, Müll zu vermeiden. Aber Nagellackentferner sollte auf keinen Fall ins Abwasser gelangen. Darum bitte in Nagellackentferner getränkte Pads nicht waschen!
    Ansonsten sind die Pads eine tolle Idee!
    Grüße
    Blanca

    • Hi Blanca,
      Danke für den Hinweis, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht!
      Ich lackiere meine Fingernägel zwar eh nur noch sehr selten, aber das werde ich im Zukunft bedenken.

      Liebe Grüße!

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