{DIY} Haarpflege mit Roggenmehl und Essig

Vor zwei Jahren habe ich das grandiose Video von Yaminah gesehen, war aber extrem skeptisch. Letztes Jahr hat dann Pia von derselben Methode berichtet. Trotzdem habe ich mich noch nicht so recht getraut.
Ende dieses Sommers hab ich es dann einfach mal gewagt und eine Tüte Roggenmehl gekauft. Denn mehr als schief gehen kann’s ja nicht. Und zu Not wird eben ein Brot draus.

Haarpflege mit Roggenmehl

Dies hier ist natürlich keine richtige DIY-Anleitung, weil es mit nur einer Zutat nicht viel zu tun gibt. Aber ich wollte euch einfach gern davon erzählen, weil ich es für eine richtig gute selbstgemachte nachhaltige Alternative zu Shampoo halte.

Seit ich mich vermehrt mit selbstgemachter Kosmetik auseinandersetze, bin ich mehr und mehr zu der Erkenntnis gekommen, was man alles tatsächlich nicht braucht. Wie gut diese Reduzierung meiner Haut tut und wie viel Geld ich dadurch spare. So haben sich die Tuben und Fläschchen in meinem Badezimmerschrank im letzten halben Jahr bestimmt schon halbiert. Weil ich einfach viel Zeug nicht mehr nachgekauft habe, als es aufgebraucht war und vieles jetzt einfach selber mache. Bzw. ein alternatives natürliches Produkt verwende.

Haare waschen mit Roggenmehl ist (fast) genauso einfach wie mit Shampoo: Vor dem Duschen mixe ich ein Häufchen Mehl mit etwas Wasser zu einem dickflüssigen Teig. Das Schälchen mit Teig nehme ich dann mit unter die Dusche. Ich massiere damit meine Kopfhaut gut ein, die Längen eher nicht. Das habe ich mit Shampoo aber auch immer schon gemacht. Dann lass ich das Ganze ein bisschen einwirken und spüle es gründlich wieder aus. Sehr gründlich. Das dauert ein bisschen länger als vorher mit Shampoo.


Bei jeder zweiten oder dritten Haarwäsche spüle ich meine Haare danach noch mit Essigwasser. Dazu mische ich einen Liter kaltes Wasser mit einem kleinen Schluck Apfelessig. Diese Spülung bereite ich mir in einem Litermaß auch schon vor dem Duschen vor und kippe sie einfach nach dem Auswaschen über die Haare. Nicht ausspülen und fertig :)

Auf diese Weise wasche ich jetzt seit mitte Oktober meine Haare. Und ich ziehe bislang folgendes Fazit:

  • Es ist unfassbar günstig. Eine Tüte Bio-Roggenmehl kostet ca. 1,50€, eine Flasche Bio-Apfelessig ca. 2,00€. Der Essig ist noch fast voll. Eine Tüte Mehl reicht (je nach Häufigkeit der Haarwäsche) für drei bis sechs Monate, denke ich.
  • Die Handhabung ist einfach und normalem Shampoo sehr ähnlich, der kleine Mehraufwand des Anmixens stört mich nicht. Und an den Umstand, dass es nicht schäumt, gewöhnt man sich auch schnell.
  • Meine Haare lassen sich nach dem Waschen leicht durchkämmen und fühlen sich sauber an. Manchmal bleiben noch kleine Mehlschüppchen zurück, die sich aber wegföhnen oder auskämmen lassen.
  • Meine Haare fühlen sich dicker an, was sehr ungewohnt ist. Ich habe eigentlich sehr feines Haar. Manchmal ist es zwei bis drei Tage glänzend und frisch, manchmal fühle ich mich ein Tag nach dem Waschen schon unwohl.

Haarpflege mit Roggenmehl

All diese Punkte sprechen für mich trotzdem dafür, beim Roggenmehl zu bleiben. Außer der Tatsache, dass das Haar manchmal trotz Waschens leicht strähnig aussieht, gibt es für mich tatsächlich nichts gravierend negatives. Ich denke, die Kopfhaut muss sich einfach noch ein bisschen einpendeln? Tatsächlich würde ich sogar noch mehr positive Aspekte finden. Es fällt nämlich viel weniger Müll an, es ist plastikfrei und auch frei von allen möglichen (bedenklichen) Inhaltsstoffen.
Ich bin also total froh, dass ich und meine Haare mit dieser Methode recht gut zurecht kommen!
Wenn du gern etwas Geld sparen möchtest und offen für minimalistische und nachhaltige Experimente bist, kann ich dir nur empfehlen, die Haarpflege mit Roggenmehl einfach mal auszuprobieren! Und wie gesagt: Zur Not wird halt ein Brot draus ;)

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