{Sewing Steps On Sunday} Nähen mit Jersey – 3 Anfängertipps

Nachdem ich nun das erste Juni-Wochenende in Stuttgart genossen habe, steige ich nun endlich wieder mit den Sewing Steps ein. Teil 2. Ab jetzt dreht sich alles um Jersey.

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Jersey ist (genau wie Interlock, Fleece, Sweat, Nicky oder Strickstoff) Maschenware. Das heißt, der Stoff ist nicht gewebt wie „normale“ Baumwolle, sondern quasi aus Schlingen gestrickt. Dadurch wird der Stoff dehnbar und ist besonders gut geeignet für Kleidung wie Pullover und T-Shirts, Schals und Mützen oder Jogginghosen.

Bis ich mich das erste Mal an Jersey herangetraut habe, sind einige Monate ins Land gezogen. Zu viel Horrorgeschichten hatte ich auf verschiedenen Blogs gelesen. So viele Ratschläge und Tipps bekommen, sodass ich zwischendurch dachte, mit meiner 100-Euro-Singer brauch ich das gar nicht erst versuchen.
Doch erst ein spontaner Versuch zeigte mir: Das geht alles und ist auch gar nicht so schwierig, wie man immer hört!
Hier findet ihr mein allererstes Jersey-Kleidungsstück: Meine erste Martha.
Und dann hab ich mich Stück für Stück weiter heran getastet, mit viel trial and error. Damit es euch nicht auch so geht, habe ich heute für euch drei Anfängertips, damit das Nähen mit Jersey auch sofort klappt :)

1. Die richtigen Einstellungen an der Nähmaschine

Auch mit einer Maschine aus dem unteren Preissegment kann man Jersey nähen. Manche haben extra einen Stich für dehnbare Stoffe, dafür einfach mal ins Handbuch schauen. Es reicht aber auch der normale Zickzackstich. Einfach eine schmale Stichbreite und eine mittlere Stichlänge einstellen, damit bin ich an meiner alten Singer gut gefahren.
Zusätzlich kann es hilfreich sein, den Nähfußdruck etwas herunter zu regeln. So wird der Stoff etwas lockerer transportiert und wellt sich nicht so stark. Dies funktioniert an jeder Maschine anders, deswegen auch hier nur der Hinweis: Einfach mal ins Handbuch schauen.

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2. Passende Nadeln kaufen!

Es gibt spezielle Nadeln für das Nähen von dehnbaren Stoffen. Diese sind nicht spitz, sondern abgerundet, damit sie die Maschen des Stoffes nicht verletzen. Mit normalen Nadeln kann man viel kaputt machen, sodass die Nähte nicht lange halten, weil der Stoff an der Stelle einreißt. Die Nadeln nennen sich „Jersey-Nadeln“ oder auch „Ballpoint“.

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3. Stecken und führen – nie ziehen!

Dehnbare Stoffe verrutschen oder verziehen sich während des Nähens leichter als Webware. Deswegen sollte man anfangs auch hier nicht auf das Zusammenstecken verzichten und den Stoff gut führen. Immer wieder kontrollieren, ob alles so liegt wie es soll und ggf. korrigieren. Der Stoff darf während des Nähens auf keinen Fall gedehnt werden. Dann verzieht sich die komplette Naht und die Passform des Kleidungsstücks ist nicht mehr so, wie sie sein soll.

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Wenn du dich an diese drei Tipps hält, steht den ersten Versuchen nichts im Wege!

Nächste Woche gibt es dann schon die erste kleine Nähanleitung! Bis dahin dürft ihr mir gern Fragen stellen, die ihr zum Arbeiten mit Jersey habt! Wenn ich kann, beantworte ich sie gerne! :)

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche!

 

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