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{DIY} Deo-Creme selbermachen

Nach zwei Wochen des Testens bin ich mir sicher, dass ich es guten Gewissens weiterempfehlen kann. Letzte Woche ließ ich es schon anklingen: Ich habe mir eine Deo-Creme selber gemacht.

Mein erster DIY-Deo-Versuch – zum Sprühen – war leider irgendwie nicht so erfolgreich. Bzw. hat es für mich einfach nicht funktioniert, ich habe aber viele positive Erfahrungsberichte gelesen.

Deshalb bin ich erstmal zu „meinem“ herkömmlichen Deo zurückgekehrt, dass für mich auf Dauer doch zufriedenstellender funktionierte. Irgendwann war ich aber sicher, dass ich es doch noch mal mit einer Alternative versuchen möchte. Warum? Zum einen ist es die Neugier, ob es nicht doch funktionieren kann. Zum anderen war es die Zutatenliste des Deos, dass ich jahrelang täglich nutzte:

Cyclomethicone: Silikonöl, schwer abbaubar, wassergefährdend, mögliche Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit

Aluminum Chlorohydrate: Zusammenhang mit Brustkrebs unklar

Isobutane, Propane, Butane: Reizungs- und Allergiepotenzial, weitere Untersuchungen ausstehend, hohes Gesundheitsrisko erwartet.

(Quelle: codecheck.info)

Ich sah da irgendwann dringend Handlungsbedarf. (Und seit ich Codecheck nutze, bin ich teilweise echt schockiert, was alles so erlaubt und scheinbar normal ist… Aber das würde hier jetzt zu weit führen.)

Ich habe also weiter im Netz nach Alternativen gesucht und bin dann auf die Idee der Deocreme gestoßen. Nach dem Vergleich mehrerer Rezepte und Zutaten habe ich folgendes zusammengemischt:

  • 3 EL Kokosöl
  • 1 EL Natron
  • 1 EL Speisestärke
  • einige Tropfen Teebaumöl
  • einige Topfen Lavendelöl

Die Zutaten werden gleichmäßig miteinander verrührt. Das geht am einfachsten, wenn das Kokosöl ein wenig erwärmt und somit flüssig wird. Das fertige Deo hat beim Zimmertemperatur dann eine feste und cremige Konsistenz.

Ich war anfangs etwas skeptisch, da ich das Gefühl, mir etwas unter die Achseln zu schmieren, nicht mochte. Aber es war überhaupt nicht so schmierig, wie ich dachte. Das Öl zieht recht schnell ein und die Creme fühlt sich generell eher trocken auf der Haut an.

Das Natron, dass die Gerüche neutralisieren soll, fühlt sich etwas körnig auf der Haut an. Beim nächsten Mal werde ich das wohl vor dem Vermischen feiner mörsern. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit meinem Experiment!

Hast du schon einmal Deo selbergemacht? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Oder kannst du mir alternativ ein gutes Naturkosmetik-Deo ohne bedenkliche Inhaltsstoffe empfehlen?

7 Kommentare

  1. Ich bin weiterhin zufrieden mit meinem Limetten-Teebaum-Natron-Wasser Deo. Hatte aber auch das Gefühl, dass es etwas gedauert hat, vielleicht weil in Klamotten noch Rückstände von anderem Deo waren? Und im Sommer versagt halt jedes Deo irgendwann, da kann man nichts erwarten, finde ich.

    • Oh, Limettenöl klingt gut. Hat das auch eine Wirkung oder gibst du das nur wegen des Duftes hinzu?
      Ja, vielleicht hätte ich beim Sprühdeo noch länger durchhalten müssen, aber ich habe mich irgendwie unwohl gefühlt. Mit dem Cremedeo klappt es jetzt gut :)

  2. Deine Deocreme klingt toll! Ich frage mich ob man das in verflüssigtem Zustand in einen aufgebrauchten Deostick füllen kann? Wie fest oder cremig ist das Gemisch denn? Ich denke an den Speick Deo Stick und dachte man könnte den Aufsatz komplett runterdrehen und dann das Gemisch einfüllen und „hart“ werden lassen.. Oder vllt noch etwas Bienenwachs untermischen, um es fester zu machen?

    • Hallo Lisl,
      die Deo Creme ist tatsächlich eine Creme und somit nicht fest genug für einen Deostick. Eventuell könnte man da aber mit etwas mehr Speisestärke und Bienenwachs nachhelfen. Ausprobiert habe ich das aber nicht.

    • Hallo Sabine,
      Ich habe dieses Döschen innerhalb von drei Monaten aufgebraucht. Mit der Haltbarkeit hatte ich währenddessen keine Probleme :)
      Liebe Grüße!

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