{genäht} Pastellgelbes Pullover-Kleid

Regen. Es ist nasskalt und windig. Und es ist morgens beim Aufstehen immer noch dunkel. Meine Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Ich möchte mich am liebsten einfach nur an die Heizung verkriechen und mich stundenlang durch Youtube klicken. (Heute stöbere ich natürlich nebenbei bei RUMS 😉 )

So langsam habe ich die Nase voll. Von Dunkelheit, von unbeständigem Wetter, zerzausten Haaren und nassen Socken.
Und so verführte mich meine Sehnsucht nach Sonne, Licht und Leben ganz plötzlich dazu, einen Haufen frühlingsleichter Stoffe zu kaufen und meine Frühlings-/Sommergarderobe zu planen. Gestern kam das Paket an und ich hoffe, ich finde ganz bald Zeit zum Nähen!

Da das Wetter allerdings noch gegen Blusen und offene Schuhe ist, trage ich in den letzten Tagen diesen Pullover besonders gern:

Gelber Pullover

Es ist schon fast mehr ein Kleid als ein Pullover und ist schnitttechnisch ein recht geglücktes Experiment. Basis war natürlich die Martha, nur eben mit weiteren langen Ärmeln, durchgehendem Vorderteil, weiterem Brustteil, verlängert bis über den Po, Nahttaschen und selbsterdachtem Schalkragen.

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Optisch find ich den Kragen nun echt armseelig, seit ich weiß, wie kuschelig und schick der überlappende Kragen der Lynn aussieht. Aber gut, das hier ist eben ziemlich undurchdachte Marke Eigenbau. Dafür gefällt es mir dann doch ganz gut. Das Kunstleder hier ist sogar dassselbe, wie an meinem Kuschelhoodie.

Der Stoff ist ein Sommersweat von Stoff und Stil und deshalb nicht mega warm und kuschelig. Aber für einen Sonntag, an dem ich ständig zwischen Bett, Nähmaschine und Küche unterwegs bin ist das genau richtig. Nicht zu warm und mit genug Bewegungsfreiheit. Und natürlich lang genug, dass ich nur eine Leggins oder Strumpfhose dazu anziehen brauch 🙂

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Hach ja, immerhin erinnert das Gelb schon schön an wärmere Tage und Sonnenschein.
Bis dahin: Zieht den Lieblingspulli an und macht’s euch gemütlich! 🙂

{genäht} Sterne-Martha mit Kapuze

Beim Kauf eines Schnittmusters bin ich ja mittlerweile sehr wählerisch geworden. Google viele Male Nähbeispiele, um zu schauen, wie der Sitz ist, welche Stoffe gut fallen. Und ich überlege mir gut, ob ich den Schnitt wirklich brauche. Ein drittes, viertes, fünftes schlichtes Raglan-Jerseykleid braucht kein Mensch. Also ich zumindest nicht.
Und ich habe auch nur einen Schnitt für einen Langarmshirt mit normalen Ärmeln.
Die Martha.
Ich glaube, ich habe schon oft erwähnt, dass mein allererstes Jersey-Kleidungsstück eine Martha war. Wir haben also schon viel miteinander erlebt 😉 und somit auch schon einige Veränderungen durchgemacht. Das heißt, ich habe immer mal wieder Kleinigkeiten angepasst und verändert (z.B. die Ärmelweite erweitert oder die Vorderteile zu einem Teil zusammengebaut). Jetzt ist es für mich mein Grundschnitt für einen normalen Langarmpullover.

Das Modell von heute, ist eigentlich schon vom vorletzten Jahr. Beim Kekse backen im November 2014 (!) sagte ich bereits, dass ich den Pulli bald auf dem Blog zeige. Naja, was sind schon 14 Monate… 😀

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Im Herbst 2014 hatte ich mal probiert, die Martha um eine Kapuze zu ergänzen. Den Schnitt dazu gab es nachträglich als Gratis-Datei in zwei Größen.

Ergebnis: Ich liebe diesen Pulli, aber eine weitere Martha mit Kapuze wird es nicht geben. Aus einem einzigen Grund: Die Kapuze ist einfach viel zu dünn, um wirklich einen Sinn zu haben. Ich kann sie zwar aufsetzen, aber das bringt nix. Zieht wie Hechtsuppe. Ist ja klar, bei zwei Lagen dünnem Jersey. Somit ist eine Kapuze an einem Jerseyshirt für mich völlig sinnlos… 😀

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Aber trotzdem: Ich mag die Känguru-Tasche und die extra verlängerten Ärmel. Hätte ich da schon gewusst, wie einfach Daumenlöcher im Bündchen sind, hätte dieser Pulli definitiv welche gehabt.

Unten hat der Pulli kein Bündchen bekommen, sondern nur einen Saum. Das darf man sich aber nicht von innen anschauen, besonders am Vorderteil hab ich mir da ziemlich wenig Mühe gegeben. 😀

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Hach ja, und ich mag diese Schneebilder total! Da dachte ich noch „Oh es schneit! Schnell einen Fototermin machen, bevor das alles wieder weg ist!“ Jetzt ist es hier schon seit über zwei Wochen einfach nur verschneit und frostig kalt. So macht es richtig Spaß, die genähten Wintersachen noch zu posten!

In meinem Kopf bin ich allerdings schon total auf Frühling. Also beim Nähen. Ich bin schon auf der Suche nach leichten Frühlingstoffen und Blusenschnitten. Und ich möchte mich endlich an die Jeans wagen. Das Schnittmuster ist nun schon vorbereitet. Stoff und Knopf liegen bereit, Reißverschluss und dickes Garn für die Ziernähte fehlen noch. Mal sehen, wann es endlich soweit ist…

Wie geht’s euch mit dem anhaltenden Winter? Genießt ihr das noch oder wünscht ihr euch auch schon den Frühling herbei?

{12 Letters Of Handmade Fashion} W wie Winter-Lieblingspullover

Capsule Wardrobe. Minimalism. Essentials.
Das waren die Startstichworte, mit denen ich vor ziemlich genau einem Jahr meinen Kleiderschrank zum ersten Mal ausgemistet habe. Habe mich bei dem #myspringessentials beteiligt, ein paar #myfallessentials genäht und mir vorgenommen: Keine Kompromisse mehr.
Das Jahr 2015 war klamottentechnisch ziemlich experimentell, aber auch sehr zufriedenstellend. Daher möchte ich diesen Gedanken 2016 gern weiterführen. Neue Klamotten gibt’s nur, wenn ich wirklich welche brauche. Jedes neue Stück muss mit mehreren vorhandenen problemlos kombinierbar sein. Und wenn ich mir zutraue, dann nähe ich das Teil gern selbst.

Tollerweise bin ich mit diesen Überlegungen alles andere als allein. Zwölf Blogger haben sich gemeinsam eine Aktion ausgedacht, mit der 2016 ein Jahr voller selbstgenähter kleiderschrankfüllender Kleidungsstücke sein wird: 12 Letters of handmade fashion.
Der Plan: Jeden Monat zieht einer der zwölf willkürlich einen Buchstaben, der dann der Anfangsbuchstabe für das Monatsprojekt darstellt. Wer möchte, darf sich anschließen. Am Ende des Monats gibt es dann eine Übersicht aller Teilnehmer.

Und für Januar zog Selmin ein W.

Und ich so: Ähhhh, was bitte? W? Weste fiel mir ein. Eine Steppweste hätt ich vielleicht gern. Das ist aber nichts zum Selbernähen. W. Wickelrock. Mag ich nicht. W. Ach, keine Ahnung. Ich muss schummeln:

Ich zeige euch heute meine liebsten Winter-Pullover!
Fängt ja wohl eindeutig mit W an!

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Und was passt zum aktuellen Winterwetter besser, als ein kuscheliger Hoodie?
In meinem Kopf existierte so ein Pulli schon länger, auf dem Stoffmarkt im September fand ich dann auch endlich einen passenden Sweat in genau dem hellen gräulichen Grünton, wie ich ihn mir vorgestellt habe! Als ich dann auf das Schnittmuster Lynn stieß, war ich völlig aus dem Häuschen: Der trifft zu 99% meine Vorstellungen! Jetzt kann der Lieblingspullover in Spe endlich Gestalt annehmen.

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Was ich besonders daran liebe?
Die gefütterte Kapuze, die nicht zu groß und nicht zu klein ist.
Der überlappende assymetrische Kragen.
Die Nahttaschen, die ins Vorderteil hineinlaufen.
Die Daumenlöcher im Bündchen.

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Ich mach’s kurz: Dieser Pulli hat es noch nicht in den Schrank geschafft. Ich habe ihn direkt nach der Fertigstellung angezogen, gewaschen, wieder angezogen. Und heute habe ich ihn auch wieder an. Lieblingsstück.
Absolut. Und dazu einfach dieses tolle Gefühl, sich dieses Lieblingsteil selbstgenäht zu haben. Es ist richtig toll, eigene Wünsche und Vorstellungen konkret umsetzen zu können.

Ich bin gespannt, welcher Buchstabe im Februar gezogen wird und ob ich dann wieder so einen Schummelvolltreffer landen kann!

Nachtrag 10.01.: Ach ja, heute startet ja auch die DIYyourcloset-Aktion! Da verlink ich mich natürlich auch gern 🙂

{genäht} Martha mit Schwalben – Lieblingsstück!

Zum einen rede ich hier groß von vernetztem Kleiderschrank, dezimierter Farbauswahl und übersichtlichem Stilmix und zum anderen verliebe ich mich ganz spontan in einen Stoff mit blauen Schwalben und kaufe ihn. Dazu noch Kombistoff in Uni. Einfach so.

Nachdem ich die Bestellung abgeschickt hatte, kamen auf einmal doch Zweifel. Das helle leuchtende Blau passt so gar nicht in meinen Plan. Hm. Naja, mal abwarten. Als ich das Paket dann aber öffnete, war es erneut um mich geschehen: Wie wunderschön dieser Schwalben-Sweat einfach war! <3
Daraus musste ein Herbstpulli werden. Egal, was die #myfallessentials sagen. Und überhaupt: Das Blau ist gar nicht so knallig und geht fast als eine Grau-Nuance durch. Das passt. Das muss.
Und was soll ich sagen? Ich liebe diesen Pullover!

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Nach welchem Schnitt in genäht habe, steht ja schon in der Überschrift. Ich glaube, ich brauche es schon gar nicht mehr zu erwähnen. Ich nähe ja nahezu nix anderes mehr als Toni und Martha. 😀
In diesem Fall habe ich bei den Armbündchen mal was neues ausprobiert und einen Abschluss mit Gummizug genäht. Ist mega gemütlich, ein normales gedoppeltes Bündchen wird aus Sweat ja immer sehr eng. Und Bündchenstoff benutze ich schon ewig nicht mehr, da ich da mit dem Farbton immer sooo pingelig bin. Finde da einfach nie was passendes.
Diese Gummiband-Lösung gefällt mir aber voll gut, mache ich bestimmt irgendwann nochmal 🙂

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Ich hatte erst überlegt, den Pulli komplett aus den Schwalben zu nähen und nur die Bündchen blau zu machen. Zum Glück habe ich mich anders entschieden. So bleiben die stilisierten Vögel ein echter Hingucker!

1P3A0186Dieses letzte Bild gibt die originalen Farben am besten wieder finde ich. Und jedes Mal, wenn ich mir dieses Bild ansehe, freue ich mich, dass ich den Stoff ganz spontan einfach bestellt habe 🙂

Und #myfallessentials?
Ja. An die denke ich natürlich. Und ich plane natürlich 99% der (Stoff-)einkäufe danach. Ich bin auch immer noch zufrieden mit meiner Farbauswahl und möchte daran nichts ändern. In den nächsten Tagen und Wochen zeige ich euch noch ein tolles rotes Kleid, ein weiteres Fledermausshirt und weitere zusammengestellte Outfits in einem Überblick.

Aber manchmal muss man sich einfach ein Bonbon gönnen 🙂
Und weil ich es schon so lange nicht mehr gemacht habe, bin ich heute mal wieder beim Creadienstag dabei:)

{genäht} Kuschelige Sweat-Martha

Guten Morgen Welt, guten Morgen November, guten Morgen neue Woche!

Ich habe gerade total gute Laune. Keine Ahnung, warum. Aber es ist schön 🙂 Eine richtig eMontagsfreude.
Die Herbstferien sind nun ganz plötzlich wieder vorbei und heute geht’s wieder zur Arbeit.
Das Wetter am Wochenende war teilweise so traumhaft, dass ich den Sommer doch wieder ein kleines bisschen vermisst habe! Gestern zum Beispiel war ich mit einer Freundin und meiner Mama auf dem Stoffmarkt in Braunschweig. Die Sonne war so herrlich und warm, dass ich die ganze Zeit ohne Jacke unterwegs war! Samstag allerdings kam die Sonne nur schwerlich durch, und ausgerechnet diesen Tag habe ich mit einem Kumpel für eine erneute Fotosession genutzt. Trotzdem hat es wieder großen Spaß gemacht. Danke Marc!

Heute zeige ich euch direkt das erste Kleidungsstück, passend zum Samstagswetter: Eine Martha.

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Dass ich die Milchmonster-Schnitte liebe, habe ich ja schon häufig erwähnt. Deswegen stand es eigentlich außer Frage, dass ich mir zur kühleren Jahreszeit ein paar neue Martha-Pullis nähe.
Dieser ist aus angerautem Sweat und war schnell an einem Abend fertig genäht. Ohne viel Verzierungen und mit ein bisschen Routine geht so ein Pulli nämlich super schnell von der Hand.

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Der Sweat ist nur ganz leicht dehnbar, ich habe aber trotzdem meine normale Größe genäht. Beim An- und Ausziehen merkt man das, beim Tragen zum Glück nicht. Sehr bequem!

Ich habe mich für lange Ärmel mit einem kleinen Bündchen entschieden und den Pulli unten nur gesäumt. Ich wollte nicht, dass er so „ballonig“ fällt, sondern eher etwas schicker wirkt. Beim Halsausschnitt (den man auf den Bildern leider nicht sieht), habe ich einen Fehler beim Einfassen gemacht, sodass beim Bündchen nun die linke Stoffseite zu sehen ist. Fand ich aber im Nachhinein ganz witzig und hab’s einfach so gelassen 🙂

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Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche, lasst es euch gut gehen! 🙂