{Sewing Steps On Sunday} Nähanleitung Wärmekissen

Ich freue mich sehr, dass meine neue Näh-Reihe so viele Menschen interessiert! Meine täglichen Seitenaufrufe sind stark angestiegen, haben sich teilweise verdoppelt! Ich danke euch! 🙂
Heute zeige ich euch anhand eines Wärmekissens, wie man eine Wendeöffnung mit der Hand oder mit der Maschine schließen kann.
Du brauchst zwei Stücke Baumwollstoff und ein Füllmaterial deiner Wahl. Ich nutze Weizen, üblich sind aber vor allem Kirschkerne, Traubenkerne, Dinkelkörner oder Rapssamen.

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1. Lege die Stoffstücke rechts auf rechts (also die „schönen“ Seiten) aufeinander und stecke sie fest. Markiere mit zwei Stecknadeln mittig an einer langen Seite eine Wendeöffnung. Diese kann zwischen 5 und 10 cm groß sein. Je kleiner die Öffnung, umso friemeliger wird das Wenden. Also anfangs lieber etwas größer machen 🙂

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2. Beginne nun an der rechten Markierungsnadel, die Stoffstücke nahfüßchenbreit mit Geradstich zusammenzunähen. Verriegel dabei den Anfang und das Ende gut durch mehrmaliges Vor- und Zurücknähen. Dann werden wieder die Nahtzugaben etwa auf die Hälfte zurückgeschnitten und die Ecken schräg abgeschnitten. Aber Achtung: An der Wendeöffnung die Nahtzugabe ganz lassen, dann lässt sich diese später leichter schließen.

Wärmekissen

3. Nun die Nahtzugaben mit einem Zickzackstich versäubern. Achte darauf, dass du nicht aus Versehen die Wendeöffnung zunähst. 😉

Wärmekissen

4. Nun das Kissen durch die Wendeöffnung wenden und die Ecken schön ausformen. Ich nehme dabei immer ein asiatisches Esstäbchen zur Hilfe. An der Wendeöffnung die Nahtzugaben nach innen legen und das Kissen gut bügeln.

Wärmekissen

5. Jetzt wird das Kissen gefüllt. Ich habe mir dazu einen Trichter aus Papier zusammengerollt, damit nichts daneben geht. Ich fülle das Kissen immer nach Gefühl und wiege die Körner nicht ab. Für ein Kissen dieser Größe sind es etwa 10 Hände voll gewesen.

Wärmekissen

6. Danach muss nur noch die Wendeöffnung geschlossen werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Ich persönlich schließe am liebsten per Hand, weil die Stelle dann unsichtbar wird. Dafür benötigt man eine Nähnadel und Garn. Der Faden wird am Ende verknotet und von Innen durch ein Ende der Wendeöffnung gezogen. Dann, wie auf dem Bild erkennbar, mit der Nadel immer nur innerhalb der Nahtzugabe einstechen, immer direkt gegenüber der Stelle, an der der Faden herauskommt.Dabei möglichst nah an der Bügelkante bleiben. (Ruhig einen kleineren Stich-Abstand wählen als ich, dann wird das Ergebnis noch sauberer.) Wenn du nach ein paar Stichen am Faden ziehst, zieht sich der Stoff automatisch zusammen. Am Ende ruhig ein Stück über die Maschinennaht nähen, dann wird der Übergang sauberer. Dann den Faden vernähen (ein paar Stiche auf der selben Stelle übereinander nähen) und abschneiden. Fertig 🙂

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7. Die schnellere, aber sichtbare Lösung ist das Schließen mit der Nähmaschine. Dazu steckst du die eingeklappten Nahtzugaben fest und schiebst die Körner im Kissen so gut es geht auf die gegenüberliegende Seite. (So ein Korn sollte nicht unter die Maschinennadel geraten…) Dann nähst die ganz nah an der Kante die Wendeöffnung zu. Je näher am Rand, desto sauberer sieht es nachher aus. Verriegeln am Anfang und am Ende nicht vergessen. Wenn du das Garn an die Farbe deines Stoffes anpasst, wird die Naht noch ein wenig unauffälliger.

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Und fertig!

Das Wärmekissen kann sowohl in der Mikrowelle als auch im Backofen aufgewärmt werden. Ich mache es immer im Backofen, da ich keine Mikrowelle habe 😉 Ich stelle den Ofen auf 200°C und lege das Kissen sofort hinein. Nach etwa 15 Minuten hat es dann die gewünschte Temperatur. In der Mikrowelle wären es 3-4 Minuten bei 600 Watt, wenn ich mich recht erinnere. (War es so, Mama?)

Viel Spaß beim Nähen und beim Mit-Wärmekissen-ins-Bett-kuscheln! 🙂

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