{genäht} Handyladestation – mit Nähanleitung! – #DIYmas

Ganz oft finde ich in den weiten des Internets ganz süße Geschenkideen, die mir super gut gefallen. Problem häufig: Es ist zwar süß, aber wäre beim Beschenkten ein absoluter Staubfänger. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach Nützlichem oder Gebrauchsgegenständen, mit denen der Beschenkte wirklich etwas anfangen kann.
Kennst du das Problem, dass du in Reichweite einer Steckdose keine Ablagemöglichkeit für das ladende Handy hast? Jetzt nicht mehr: Einfach die Handyladestation mit dem Stecker des Ladekabels an der Steckdose befestigen und Handy hineinstecken. :)

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Meine Variante ist zwar sehr mädchenhaft geworden, aber mit der richtigen Stoffwahl wäre dies auch für Männer ein nützliches Geschenk.

Du brauchst:

drei Stücke Stoff mit den Maßen 10×20 cm
(bei sehr dünnen Stoffen Vlieseline zur Verstärkung aufbügeln)
einen Gardinenring (mm Durchmesser) mit Steckverbindung
ggf. Bänder/Bügelbilder/o.ä. zum Verzieren
Schere
Garn
Nähmaschine
Bügeleisen

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So geht’s:

Das Stoffstück, dass die Tasche bilden soll, wird der Länge nach gefaltet. Wenn du dort Verzierungen aufnähen oder ein Bügelbild aufbügeln willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Ich habe mich für ein Label und ein Stück Webband entschieden. Die geschlossene Kante liegt dabei oben.

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Lege die Tasche auf ein weiteres Stück Stoff. Dabei müssen die Vorderseite der Tasche und die Vorderseite des Stoffes zu sehen sein. Das letzte Stoffstück, das die Rückseite bilden wird, wird mit der linken Seite nach oben auf das Stoffsandwich gelegt. Gut feststecken, sodass die Tasche zwischen den beiden Stofflagen nicht verrutscht.

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Das Stoffsandwich rund herum zusammennähen (mit 1cm Abstad zum Rand) und in der oberen Hälfte eine Wendeöffnung lassen. Dann die Nahtzugabe etwas zurückschneiden, optimalerweise mit einer Zickzackschere. Die Ecken schräg abschneiden, dabei so nah die möglich an der Naht (aber nicht IN die Naht!) entlang schneiden. So lassen sich diese nach dem Wenden besser ausformen. An der Wendeöffnung die Nahtzugabe lieber stehen lassen, das erleichtert das Schließen später.

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Jetzt darf die Tasche gewendet werden. Mit einem stumpfen Bleistift oder einem Essstäbchen kommt man gut in die Ecken, um diese schön herauszuholen. Die Nahtzugaben an der Wendeöffnung nach innen klappen und dann die Tasche gut bügeln.

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Den oberen Bereich (nur den oberen, nicht die Tasche) ganz knapp an der Kante nochmal absteppen. Das sorgt nochmal für Stabilität und schließt gleichzeitig die Wendeöffnung. Die Naht am Anfang und am Ende gut vernähen und alle Fäden abschneiden.

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Jetzt den Gardinenring möglichst mittig platziern und den inneren Kreis nachzeichnen. Diesen Kreis dann ausschneiden, den Gardinenring auflegen und zusammenstecken.

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Fertig!
Das Handy kann während des Ladevorganges platzsparend in die Tasche gesteckt werden. Sollte die Steckdose nicht anderweitig gebraucht werden, kann der Stecker samt Tasche bis zum Nächsten Aufladen einfach in der Steckdose stecken bleiben.

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Da ich mein Handy zu Hause meist am Bett an einer Verteilerdose auflade, habe ich dieses Täschchen in meine Handtasche gesteckt. So habe ich es immer griffbereit, wenn ich unterwegs ein bisschen Strom schnorren muss. Meist sind es nämlich die Steckdosen direkt neben der Tür unter dem Lichtschalter, die für mich frei sind. Da gibt es natürlich selten eine Ablagemöglichkeit und das Handy hing bisher am Kabel bis zum Boden…

Ich bin gespannt, ob es sich für mich wirklich so gut bewährt, wie ich es mir vorstelle. Und ich gehe jetzt gleich mal zwei Männervarianten nähen, die dann Teil eines Weihnachtsgeschenks werden! :)

{Sewing Steps On Sunday} Nähanleitung Wärmekissen

Ich freue mich sehr, dass meine neue Näh-Reihe so viele Menschen interessiert! Meine täglichen Seitenaufrufe sind stark angestiegen, haben sich teilweise verdoppelt! Ich danke euch! :)
Heute zeige ich euch anhand eines Wärmekissens, wie man eine Wendeöffnung mit der Hand oder mit der Maschine schließen kann.
Du brauchst zwei Stücke Baumwollstoff und ein Füllmaterial deiner Wahl. Ich nutze Weizen, üblich sind aber vor allem Kirschkerne, Traubenkerne, Dinkelkörner oder Rapssamen.

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1. Lege die Stoffstücke rechts auf rechts (also die „schönen“ Seiten) aufeinander und stecke sie fest. Markiere mit zwei Stecknadeln mittig an einer langen Seite eine Wendeöffnung. Diese kann zwischen 5 und 10 cm groß sein. Je kleiner die Öffnung, umso friemeliger wird das Wenden. Also anfangs lieber etwas größer machen :)

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2. Beginne nun an der rechten Markierungsnadel, die Stoffstücke nahfüßchenbreit mit Geradstich zusammenzunähen. Verriegel dabei den Anfang und das Ende gut durch mehrmaliges Vor- und Zurücknähen. Dann werden wieder die Nahtzugaben etwa auf die Hälfte zurückgeschnitten und die Ecken schräg abgeschnitten. Aber Achtung: An der Wendeöffnung die Nahtzugabe ganz lassen, dann lässt sich diese später leichter schließen.

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3. Nun die Nahtzugaben mit einem Zickzackstich versäubern. Achte darauf, dass du nicht aus Versehen die Wendeöffnung zunähst. ;)

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4. Nun das Kissen durch die Wendeöffnung wenden und die Ecken schön ausformen. Ich nehme dabei immer ein asiatisches Esstäbchen zur Hilfe. An der Wendeöffnung die Nahtzugaben nach innen legen und das Kissen gut bügeln.

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5. Jetzt wird das Kissen gefüllt. Ich habe mir dazu einen Trichter aus Papier zusammengerollt, damit nichts daneben geht. Ich fülle das Kissen immer nach Gefühl und wiege die Körner nicht ab. Für ein Kissen dieser Größe sind es etwa 10 Hände voll gewesen.

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6. Danach muss nur noch die Wendeöffnung geschlossen werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Ich persönlich schließe am liebsten per Hand, weil die Stelle dann unsichtbar wird. Dafür benötigt man eine Nähnadel und Garn. Der Faden wird am Ende verknotet und von Innen durch ein Ende der Wendeöffnung gezogen. Dann, wie auf dem Bild erkennbar, mit der Nadel immer nur innerhalb der Nahtzugabe einstechen, immer direkt gegenüber der Stelle, an der der Faden herauskommt.Dabei möglichst nah an der Bügelkante bleiben. (Ruhig einen kleineren Stich-Abstand wählen als ich, dann wird das Ergebnis noch sauberer.) Wenn du nach ein paar Stichen am Faden ziehst, zieht sich der Stoff automatisch zusammen. Am Ende ruhig ein Stück über die Maschinennaht nähen, dann wird der Übergang sauberer. Dann den Faden vernähen (ein paar Stiche auf der selben Stelle übereinander nähen) und abschneiden. Fertig :)

Wärmekissen

7. Die schnellere, aber sichtbare Lösung ist das Schließen mit der Nähmaschine. Dazu steckst du die eingeklappten Nahtzugaben fest und schiebst die Körner im Kissen so gut es geht auf die gegenüberliegende Seite. (So ein Korn sollte nicht unter die Maschinennadel geraten…) Dann nähst die ganz nah an der Kante die Wendeöffnung zu. Je näher am Rand, desto sauberer sieht es nachher aus. Verriegeln am Anfang und am Ende nicht vergessen. Wenn du das Garn an die Farbe deines Stoffes anpasst, wird die Naht noch ein wenig unauffälliger.

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Und fertig!

Das Wärmekissen kann sowohl in der Mikrowelle als auch im Backofen aufgewärmt werden. Ich mache es immer im Backofen, da ich keine Mikrowelle habe ;) Ich stelle den Ofen auf 200°C und lege das Kissen sofort hinein. Nach etwa 15 Minuten hat es dann die gewünschte Temperatur. In der Mikrowelle wären es 3-4 Minuten bei 600 Watt, wenn ich mich recht erinnere. (War es so, Mama?)

Viel Spaß beim Nähen und beim Mit-Wärmekissen-ins-Bett-kuscheln! :)

{genäht} Mein Schlüsselbund

Ohne Schlüssel, Portemonnaie und Handy gehe ich nie aus dem Haus. Nie. Und trotzdem hab ich ständig das Gefühl, diese Dinge vergessen zu haben und schaue dann tausend Mal nach, ob ich sie auch wirklich eingepackt habe! (Bin ich verrückt, oder ist das irgendwie normal?!)

Fakt ist allerdings, dass ich noch nie eines der drei Dinge vergessen habe. Trotzdem hab ich immer Angst… Als ich dann im Sommer an der neuen Schule einige Schlüssel ausgehändigt bekam, war für mich gleich klar: Die kommen auf keinen Fall an meinen privaten Schlüsselbund! Viel zu gefährlich, der Verlust wäre viel zu teuer! Die Schulschlüssel bleiben am besten immer in meiner Schultasche, dann kann nix passieren! Und weil drei kleine Schlüssel ja so unscheinbar sind, habe ich ein langes, auffälliges Schlüsselband genäht.

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Und während ich so in meinen Webbändern wühlte, fiel mir neben den türkisen Dalapferden auch das Hannoverband in die Hand. So blieb es nicht beim Schulschlüsselband, sondern ich nähte mir auch einen neuen Anhänger und ein neues Münztäschchen für meinen privaten Schlüsselbund.

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Beide Webbänder hatte ich schon vor einer ganzen Weile bei der Kurzwarenkatze gekauft, ohne dabei an ein bestimmtes Projekt zu denken.

Mit dem Hannover-Band hab ich aber noch ein bisschen mehr vor, davon hab ich auch gleich 2m genommen. ;) Seit ein paar Tagen bin ich wieder stolzer Besitzer einer DSLR! Es ist nach langem hin und her überlegen eine 700D von Canon geworden und experimentiere grad ganz fleißig herum. Und das eine oder andere Nähprojekt schwirrt mir auch schon im Kopf herum: Kameratasche, Kameraband… da wird sicherlich ein bisschen Lieblingsstadt-Webband zum Einsatz kommen! Und wenn dann immer noch was übrig ist? Vielleicht eine Notizbuchhülle? Ein Kosmetiktäschchen (von denen hat man eh nie genug…)?

Was verziert ihr alles so mit Webband?

Und zu guter Letzt: Tatütas.

Einen letzten Post zu meiner Weihnachtsmarktnäherei müsst ihr noch aushalten ;)
Morgen zum MeMadeMittwoch gibt es dann was ganz tolles (finde ich zumindest^^). Ich sag nur eins: HAFENKITZ! <3
Ich weiß, daran scheiden sich die Geister. An den Tatütas. Die einen halten sie für das Unnötigste, was je genäht werden könnte, andere nutzen sie täglich.
Ich gehöre zur zweiten Gruppe, ich mag einfach nicht, wenn ich immer mit der Taschentuchverpackung herumknistern muss. Daher hab ich in der Handtasche immer ein gefülltes Tatüta :)
Daher hab ich auch für ein Markt ein ganz paar wenige genäht. Nach diesen fünf Stück war Schluss, weil diese Friemelei mich genervt hat. Dieses Eckenabnähen, ständig versäubern… Bäh.^^ Ich mach das irgendwie überhaupt gar nicht mehr gerne. Keine Ahnung, wieso. Anfangs hat mich das gar nicht so gestört…
Zwei hab ich mit Schrägband ausgestattet, die anderen hab ich einfach 2 cm größer zugeschnitten und dann umgenäht. Am besten gefallen mir die beiden Täschchen, die ich mit Webband verziert habe. Macht irgendwie gleich viel mehr her, als das Schrägband find ich.
Mal sehen, ob in den nächsten Wochen noch welche dazukommen, oder ob es dabei bleibt. Für’s erste ist die Produktion an Kleinigkeiten beendet. Ein paar weihnachtliche und winterliche Sachen sollen jetzt noch dazukommen. Mal sehen, was mir da noch so einfällt.
 
Zu welcher Fraktion gehört ihr? Sind Tatütas witziges Gebrauchsobjekt oder absolut sinnlos und überflüssig?

Tolle Rollen! :)

Hallihallo :)

Erinnert sich irgendwer noch an meine Rolle, die ich in den Osterferien zur Aufbewahrung meiner Pinsel genäht habe? Die Anleitung hatte ich grob vom Aprilkind übernommen.

Von diesen tollen Rollen hab ich jetzt noch ein paar für den Markt genäht. Ich find sie einfach superpraktisch, da man sie für viele verschiedene Dinge nutzen kann. Ich habe meine Pinsel darin, ursprünglich war sie gedacht für Stifte aller Art.

Man kann sie aber zum Beispiel auch für Kosmetikpinsel benutzen, das find ich auch ganz praktisch. Besonders wenn ich unterwegs bin, hab ich immer Sorge, dass meine Pinsel irgendwie abknicken oder auseinanderfleddern.

Bisher habe ich zwei helle romantische und zwei verspielte bunte Versionen genäht. Auch hier versuch ich wieder drauf zu achten, sowohl Stoffe für Erwachsene und auch für Kinder auszusuchen.

Muffins und Matruschkas

 

Blümchen und Ranken

Wenn man also seine Malerpinsel, Make-up-Pinsel, Buntstifte, Filzstifte, Zeichenkohle, Stabilos oder Sammlerfüllfederhalter schön ordentlich aufbewahrt haben mag, find ich die Rollen dafür superpraktisch :)
Ein paar werd ich sicher noch davon nähen!